Swisscom stösst Beteiligung an belgischer BICS ab

9. Februar 2021, 11:09
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Der Telco investiere nur noch in strategisch relevante Firmen, heisst es dazu.

Swisscom verkauft seine Beteiligung am belgischen Telecom-Unternehmen Belgacom International Carrier Services (BICS). Sie beträgt 22,4% und geht nun an den bisherigen Hauptaktionär, den belgischen Telecom-Konzern Proximus.
Damit bestätigt sich, was belgische Medien im Sommer 2020 vermeldet hatten.
Swisscom erhält für das Aktienpaket 110 Millionen Euro, wie der Telco mitteilte.
Auch die andere Minderheitsaktionärin, die südafrikanische Mobile Telephone Networks Group (MTN), werde ihre Anteile veräussern. Das Unternehmen Proximus, das sich bis heute zu mehr als 50% im Besitz des belgischen Staates befindet, werde dadurch zur Alleinaktionärin an BICS.
Für Swisscom habe die Transaktion keine grösseren finanziellen Auswirkungen. Der finanzielle Ausblick für das Finanzjahr 2021 ändere nicht, heisst es im Communiqué. Wie eine Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur 'AWP' ergänzte, dürfte die Transaktion keinen Einfluss auf das Betriebsergebnis (EBITDA) haben, "da es sich nur um eine Minderheitsbeteiligung handelt".
Zum Buchwert mache Swisscom ausserdem keine Angaben. "Wir erwarten aus dem Verkauf im ersten Quartal aber einen Buchgewinn in der Höhe eines tiefen zweistelligen Millionenbetrags", führte der Konzern aus.
Der Ursprung der Zusammenarbeit zwischen Belgacom und Swisscom liegt im Jahr 2005. Damals legten Belgacom SA und Swisscom Fixnet ihr internationales Wholesale-Geschäft zusammen, wie die Sprecherin des Schweizer Telcos ausführte.
Der Verkauf sei richtig, da Swisscom grundsätzlich nur noch in Geschäfte investieren wolle, die strategisch relevant seien.

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