Swisscom überdenkt WiMAX-Strategie

17. Januar 2008, 14:34
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Swisscom wird die Grundvesorgung mit Breitband-Internetzugang von sehr entlegenen Gebieten über den UMTS-Nachfolger HSPA und Satellit sicherstellen. Zukunft des Swisscom WiMAX-Angebots offen.

Swisscom wird die Grundvesorgung mit Breitband-Internetzugang von sehr entlegenen Gebieten über den UMTS-Nachfolger HSPA und Satellit sicherstellen. Zukunft des Swisscom WiMAX-Angebots offen.
Bereits seit Dezember ist bekannt, dass Swisscom die Tests mit der Funktechnologie WiMAX für die Versorgung von entlegenen Gebieten mit schnellen Internet-Anschlüssen, aufgegeben hat. mit Telefonie und Breitband-Internet-Zugang.
Swisscom setzt für die Grundversorgung mit schnellem Internet vorerst auf den Ausbau des DSL-Netzes, in zweiter Linie auf den schnellen Mobilfunkstandard HSPA (7,2 MBit/s), wo man bis Mitte Jahr eine Abdeckung von 90 Prozent der Bevölkerung erreichen will. Erst in dritter Linie will der grösste Schweizer Telekommunikationsanbieter sehr entlegene Gebäude über Satellit, und zwar über das neue "Tooway"-Angebot von Eutelsat ans Internet anschliessen.
Was passiert mit der WiMAX-Konzession von Swisscom?
Damit wird Swisscom gegen ihre WiMAX-Konzession, die sie im Sommer 2006 erwarb, verstossen. Das sei zur Zeit Gegenstand von Verhandlungen mit dem Bakom, so Huber zu inside-it.ch. Ob sich Swisscom damit definitiv von der WiMAX-Funktechnologie verabschiedet, ist noch nicht klar. Sicher scheint, dass die topografischen Verhältnisse in der Schweiz nicht günstig für WiMAX sind, denn es braucht de fakto eine Sichtverbindung zwischen Antenne und Empfänger. Dies macht je nach Topografie sehr viele Antennen nötig, was wiederum sehr teuer würde. Einzelne Internet-Anschlüsse, beispielsweise für isolierte Weiler und Bauernhöfe wären damit unmöglich kostendeckend realisierbar. (Christoph Hugenschmidt)

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