Swisscom verbündet sich mit Verizon

28. Mai 2008, 12:24
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Enges Bündnis: Swisscom übernimmt das Grosskunden-Team von Verizon in der Schweiz. Ob BT wohl Freude hat?

Enges Bündnis: Swisscom übernimmt das Grosskunden-Team von Verizon in der Schweiz. Ob BT wohl Freude hat?
Swisscom verbündet sich im Markt für Kommunikations-Dienstleistungen für grosse, multinationale Firmen mit einem der ganz "Grossen": Verizon. Swisscom und Verizon wollen in diesem Markt gemeinsam auftreten und zusammen Outsourcing-Dienstleistungen anbieten und Produkte entwickeln. Gleichzeitig übernimmt Swisscom ungefähr 20 Mitarbeitende von Verizon Business. Roman Hohl, der das Verizon-Geschäft in der Schweiz bisher leitete, wechselt ebenfalls zu Swisscom und übernimmt die Verantwortung für das neu zu bildende Team.
Mit Verizon, der ehemaligen MCI Worldcom, kann Swisscom seinen multinationalen Kunden Zugang zum wohl weltweit grössten IP-Netz der Welt und zu einer riesigen Zahl von Service-Mitarbeitenden anbieten.
Die Partnerschaft zwischen Verizon und Swisscom ist allerdings nicht exklusiv, wie Urs Schaeppi heute Morgen an einer Medienveranstaltung in Zürich erklärte. Sie sei "in dieser Tiefe" allerdings einmalig, so der Leiter des Geschäftsbereichs Grossunternehmen bei Swisscom. Bei den anderen Partnerschaften - bekannt ist vor allem das Bündnis mit dem britischen Verizon-Konkurrenten BT - handle es sich eher um Reselling-Vereinbarungen, so Schaeppi. Auch Blair Crump (Foto), der bei Verizon für die internationalen Kunden verantwortlich ist und der extra eingeflogen worden war, betonte, dass Verizon das Geschäft mit Resellern, dem Midmarket und Grösstkunden in der Schweiz weiterhin auf eigene Rechnung betreiben werden.
Interessant dürfte die Reaktion des Verizon-Konkurrenten BT werden. Schliesslich sind BT und Swisscom Partner bei der Betreuung des Grosskunden Credit Suisse. Die Grossbank hat die Datenkommunikation zu BT für ungefähr 1,4 Milliarden Franken ausgelagert. Swisscom Solutions, die Credit Suisse in der Schweiz während der mindestens fünfjährigen Laufzeit des Vertrags betreut, bekommt davon etwa ein Drittel. Zumindest bei neuen Abschlüssen dürfte man diese Konstellation künftig weniger oft antreffen... (Christoph Hugenschmidt)

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