Swisscom Wholesale senkt ADSL- und SDSL-Preise

27. Januar 2006, 16:44
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Preise für Business-ADSL und SDSL sinken: Ziehen die Provider mit?

Preise für Business-ADSL und SDSL sinken: Ziehen die Provider mit?
Heute Morgen hat Cybernet als erster Provider eine massive Reduktion der Preise für SDSL-Dienstleistungen angekündigt. Hinter der Preisoffensive von Cybernet steckt eine generelle Preissenkung von Swisscom Wholesale.
Swisscom senkt die Preise sowohl für ADSL (Geschäftskunden) wie auch für SDSL (gleiche Bandbreiten up- und downstream). Business-ADSL kostet ab 1. April für Wiederverkäufer bei 600 / 500 Kbps 135 Franken pro Monat (bisher 155), bei 1200 / 500 Kbps 155 Franken statt 195 und bei 2400 / 500 Kbps noch 195 statt 260 Franken.
Ebenfalls gesenkt werden Wiederverkäufer-Preise für SDSL-Dienstleistungen. 1200/1200 Kbps kosten in der Zone 1 beispielsweise ab 1. April statt 320 Franken noch 260 Franken pro Monat.
Ziehen die Provider mit?
Interessant wird die Frage, ob die Provider, die an ADSL-Dienstleistungen je nach Geschäftsmodell praktisch nichts verdienen, ihre Preise ebenfalls senken werden. Ein Provider sagte uns: "Ich sitze seit zwei Tagen vor einer Excel-Tabelle mit verschiedenen Margen-Modellen und überlege."
Dabei muss man wissen, dass Provider ja nicht nur die Grundgebühr pro Anschluss an Swisscom Wholesale bezahlen müssen, sondern auch ihre eigene Infrastruktur sowie den Transport der Datenströme zwischen ihren PoPs (Points of Presence) und "dem Internet" berappen müssen. Die Provider decken diese Kosten, in dem sie die Anschlüsse ihrer Kunden "überbuchen". Dies ist möglich, weil ja nie alle Kunden gleichzeitig die ganze ihnen theoretisch zu Verfügung stehende Bandbreite nutzen.
Swisscom hat übrigens auch die Preise für den Datentransport gesenkt. (Christoph Hugenschmidt)

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