Swisscom will rechtlich gegen 5G-Blockaden vorgehen

29. Oktober 2020, 10:35
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Die 5G-Moratorien sind laut CEO Urs Schaeppi illegal, weshalb sich die Firma wehren will. Salt hat derweil 5G in Betrieb genommen.

Der Widerstand von Behörden gegen den 5G-Ausbau will Swisscom nicht einfach hinnehmen: 5G-Moratorien seien illegal, sagte Swisscom-Chef Urs Schaeppi in einer Telefonkonferenz für Medien: "Es kann nicht sein, dass wir bei Einhaltung von allen Gesetzesbestimmungen und Grenzwerten einfach beim Ausbau von Technologien blockiert werden."
Ohne einen Ausbau werde es künftig Probleme mit den Kapazitäten im Mobilfunknetz geben, ist Schaeppi überzeugt. Im vergangenen Jahr habe Swisscom die Kapazität nur um 5% ausbauen können, während das Datenvolumen um 29% angeschwollen sei.
Baugesuche würden nur zögerlich oder gar nicht mehr bewilligt. "Wir werden an gewissen Orten auch den Rechtsweg beschreiten", sagte Schaeppi, ohne aber Einzelheiten zu nennen.

Auch Salt hat 5G in Betrieb genommen

Nach Sunrise und Swisscom hat nun auch Salt 5G in Betrieb genommen. Der drittgrösste Mobilfunker der Schweiz habe die neue Generation im August freigeschaltet, sagte Salt-Chef Pascal Grieder am 28. Oktober im Gespräch mit der Nachrichtenagentur 'AWP'. 
Die Abdeckung der Bevölkerung konnte der Salt-Chef nicht beziffern. "Wir bauen 5G kontinuierlich aus", sagte er. Dabei handle es sich um die schnelle Variante von 5G auf den 3,5-Gigahertz-Frequenzen. Die Variante auf 700 Megahertz werde ebenfalls in Betrieb genommen. Diese bietet eine grössere Reichweite und bessere Abdeckung in den Häusern, dagegen ist die Surfgeschwindigkeit tiefer.
Sunrise und Swisscom hatten bereits im Frühling 2019 die neue Technik aufgeschaltet. Allerdings wurden sie nach einem Blitzstart beim Ausbau von den 5G-Moratorien in mehreren Kantonen sowie dem Widerstand von Behörden und Bevölkerung gebremst.

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