Swisscom will Schweizer ICT-KMU mit Investitionsfonds fördern

12. Oktober 2006, 12:11
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Swisscom investiert 20 Millionen in einen Fonds, um Innovations- und Wachstumspotential zu stärken.

Swisscom investiert 20 Millionen in einen Fonds, um Innovations- und Wachstumspotential zu stärken.
Der Telekommunikationsanbieter Swisscom will 20 Millionen Franken in Schweizer Technologieunternehmen investieren. Wie das Unternehmen heute mitteile, wurde die Lausanner Risikokapitalgesellschaft Vinci Capital beauftragt, den Investmentfonds "Mona Lisa" zu gründen und in Unternehmen "mit starkem Wachstumspotenzial" zu investieren. Der Fonds wird mit dem von 45 Schweizer Pensionskassen kapitalisierten Investmentfonds Renaissance Technologies II zusammenarbeiten. Zusammen sollen in den nächsten Jahren insgesamt 70 Millionen Franken vorwiegend in Schweizer Firmen investiert werden.
Für Swisscom gehe es um mehr als nur um Investitionen, lässt sich Strategie-Chef Daniel Ritz in der Mitteilung zitieren. Durch die Zusammenarbeit stärke Swisscom ihre eigene Innovationsfähigkeit und fördere die Entwicklung der technologieorientierten KMU in der Schweiz, so Ritz.
Swisscom-Sprecher Sepp Huber sagt gegenüber inside-it.ch, man wolle damit auch das eigene Wachstumspotential stärken. Neben finanziellen Gewinnen werden vor allem strategische Vorteile zugunsten der Gruppengesellschaften und Gruppe angestrebt.
Laut Huber werden ICT-Startups immer wichtiger für die Zukunft der Telco-Branche. "Wir wollen sie besser verstehen, allenfalls mit ihnen kooperieren oder uns daran beteiligen, um damit Wachstumsoptionen zu schaffen", so Huber. Auf die Frage, wieso Swisscom nicht direkt in Unternehmen investiere, meint Huber, die Investition in einen externen Venture Capitalist Fund ermögliche einen frühen Einstieg mit "relativ geringen Risiken und maximalen Lermöglichkeiten." (Maurizio Minetti)

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