Swisscom will sich als E-Health-App-Spezialist profilieren

1. März 2013 um 12:50
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SITS beliefert das Uni-Spital Basel nun erstmals im Anwendungsbereich.

SITS beliefert das Uni-Spital Basel nun erstmals im Anwendungsbereich.
Auf der Basis der Anfang 2012 von SAP verfügbar gemachten App namens EMR (Electronic Medical Record) hat Swisscom IT Services (SITS), im Gesundheitswesen bisher bekannt als Infrastruktur-Anbieter, nun für das Basler Universitäts-Spital eine mobile Lösung für die HNO-Ärzte (Hals, Nasen und Ohren) aufgegleist. Sie werden damit in die Lage versetzt, von überallher auf Daten ambulanter wie stationärer Patienten zuzugreifen.
Für SITS war die App insofern ein Prestige-Objekt, weil man damit im Spitalsektor seine Fähigkeiten in Sachen Applikationsentwicklung unter Beweis stellen konnte, sagt SITS-Pressesprecher Martin Schweikert gegenüber inside-it.ch. Er betont, dass SITS hier erstmals allein den Applikations-Layer adressiert und nicht die darunter liegenden Services, für die man üblicherweise bekannt sei. Dazu habe man auf der technischen Basis der Health-Engine der Zürcher Firma The i-engineers eine sichere mobile Lösung für das Spitalwesen in der Schweiz umsetzen können. Der Anspruch dahinter ist, die "Helvetisierung der EMR-App voranzutreiben" heisst es in einer Mitteilung von heute.
Weitere Kunden im Visier
Die Aufgabe von SITS bestand darin, diese Standard-App in Zusammenarbeit mit SAP Deutschland an die Ansprüche des Universitätsspitals Basel anzupassen. Da es sich im Gesundheitswesen immer um genauso hoch sensible Daten wie im etwa Finanzumfeld handelt, habe man sich insbesondere auf die Datensicherheit fokussiert. Konkret werden die Daten der Patienten beispielweise zu keinem Zeitpunkt auf dem mobilen Device, in Basel kommen iPad Minis zum Einsatz, gespeichert. Jeder Zugriff läuft online in Echtzeit über die datenführenden Backend-Systemen wie etwa das Krankenhausinformationssystem (KIS) oder das Picture Archiving and Communication System (PACS). Die Übertragung erfolgt https-verschlüsselt und zudem geschieht der mobile Zugriff nur via Virtual Private Network (VPN), konkretisiert man bei SITS.
Nach diesem ersten Projekt mit dem Uni-Spital Basel will SITS diesen Bereich nun weiter ausbauen. Zunächst wolle man weitere Spitalabteilungen in Basel integrieren, habe aber auch strategisch beschlossen, den Gesundheitsbereich und hier speziell die Applikationsentwicklung weiter auszubauen, heisst es bei SITS. Prädestiniert dazu sei man ohnehin, weil man aufgrund der Outsourcing-Erfahrung – vor allem auch im Bankensektor – wisse, wie mit sensiblen Daten umzugehen ist, wie es in der Meldung von heute heisst. (vri)

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