Swisslos baut sich private Cloud mit Nutanix-Boxen

5. Februar 2015 um 01:26
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Kein riesiges aber ein spannendes Projekt: Der Lotteriebetreiber setzt auf hyperkonvergente Appliances.

Kein riesiges aber ein spannendes Projekt: Der Lotteriebetreiber setzt auf hyperkonvergente Appliances.
Unternehmen, die hyperkonvergente Appliances als Basis für ihre IT-Infrastruktur einsetzen, sind hierzulande noch eine Seltenheit. Einer der Pioniere ist der Lotteriebetreiber Swisslos, der sich für den Einsatz der "Virtual Computing Platform" von Nutanix für sein Online-Lotteriesystem entschieden hat. Seit Anfang Jahr betreibt Swisslos in seinen beiden Rechenzentren zwei Nutanix-Appliances für das Produktivsystem. Laut Joris Vuffray, Leiter Netzwerk und System-Management bei Swisslos, sind sie mit je 16 Terabyte Speicherkapazität ausgestattet und für etwa elf Millionen Page Views pro Monat ausgelegt. Eine weitere Nutanix-Appliance mit 12 Terabyte wird zu Testzwecken betrieben. Implementationspartner war der IT-Dienstleister und Nutanix-Partner LC Systems, der in Zukunft auch den First-Level-Support übernimmt.
Hyperkonvergente Appliances sind vor allem für den Betrieb von privaten Clouds konzipiert und vereinen Computing-, Storage und Netzwerkkomponenten in einem Gehäuse. Wenn man eine Appliance hinzufügt, erhöht man also jeweils die Leistung und Kapazität in allen drei Bereichen gleichzeitig. Sie stehen in einem Spannungsfeld zwischen dem Einsatz traditionellerer Appliances mit getrennten Komponenten, beispielsweise den vBlocks von VCE, oder der Entscheidung für ein Infrastructure-as-a-Service-Angebot aus einer Public Cloud. Anbieter der hyperkonvergenten Appliances argumentieren unter anderem mit der einfacheren Implementation und Ausbaubarkeit verglichen mit traditioneller Hardware und der höheren Flexibilität verglichen mit IaaS-Angeboten.
Laut Vuffray dauerte die Installation der neuen Geräte, inklusive der dazugehörigen Schulung, nur zwei Tage. Seit Anfang Januar werden nun rund 200 produktive virtuelle Linux-Maschinen darauf betrieben.
Swisslos musste auf eine neue IT-Infrastruktur migrieren, weil die alte, die noch aus voneinander getrennten Servern und monolithischem Storage bestand, das Ende ihres Lebenszyklus erreicht hatte. Swisslos wollte die bestehenden VMs möglichst ohne grossen Aufwand migrieren, gleichzeitig aber die Hypervisoren zugunsten einer KVM-basierten Lösung austauschen. Bei der Evaluierung habe man sich deshalb schon bald dazu entschieden, auf eine hyperkonvergente Lösung zu setzen.
Die neue Lösung, so Vuffray, schlage punkto Leistung "jeden Cloud-Anbieter". Vor allem aber lobt er die Flexibilität und Reaktionsfähigkeit in der Administration, die durch den Eigenbetrieb entstehe, beispielsweise beim Einspielen neuer Releases. Ausserdem gebe es Einsparungen bei den Lizenz- und Hardwarekosten, unter anderem durch die Konsolidierung der Red-Hat-Linux-Lizenzen in der neuen KVM-Umgebung. (hjm)

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