Swissphone bekennt sich zur Schweiz

20. Mai 2016, 12:15
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Das in Samstagern ansässige Familienunternehmen lagert seine Pager-Fertigung nun doch nicht aus.

Das in Samstagern ansässige Familienunternehmen lagert seine Pager-Fertigung nun doch nicht aus. Nach der "Währungskrise" habe sich die Bruttogewinnmarge von Swissphone "auf einen Schlag um 17 Prozent reduziert", begründet das Unternehmen seine ursprünglichen Pläne in einer Mitteilung. Zur Kompensation dieses Verlustes seien alle Prozesse optimiert und dabei auch die Auslagerung der Pager-Fertigung in den Euroraum nach Bulgarien und in die Slowakei geprüft worden.
Nun sei die Entscheidung aber zugunsten der Schweiz gefallen, heisst es weiter. Swissphone werde seine Pager weiterhin in Samstagern fertigen und erhalte damit 34 Arbeitsplätze im Land. Als Gründe für das Umdenken wird unter anderem auf "Swissmade" verwiesen, das "in der Sicherheitsbranche nach wie vor ein wichtiger Wettbewerbsvorteil" sei. Zudem sei in der Schweiz die Nähe der Entwicklungsabteilung zur Produktion garantiert und man könne so auch rasch spezielle Kundenwünsche erfüllen. Bei einer Auslagerung hätte man zudem die bestehende "grosse Sortimentsbreite stark verringern müssen".
Neu werde deshalb in den Produktionsstandort in Samstagern investiert und hier eine moderne Bestückungslinie aufgebaut. Sie soll RFID-basiert laufen und die Produktion wesentlich optimieren, wie Swissphone weiter festhält. Zum Investitionsvolumen wurden keine Angaben gemacht.
Das Unternehmen unterhält Filialen in Deutschland, Frankreich, Österreich und den USA. Es wurde 1969 von Helmut und Erika Köchler gegründet, wobei der Seniorchef sitzt. Neben Telekommunikationslösungen für Unternehmen ist Swissphone besonders im Bereich der Blaulichtorganisationen aktiv und betreibt in der Schweiz das Telepage-Funkrufnetz, das für die Alarmierung genutzt wird. (vri)

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