Switch verabschiedet sich von .li-Domains (Update)

7. Januar 2013, 11:15
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Laut einem Schreiben von Switch an seine Partner wird sich Switch vom Geschäft mit .

Laut einem Schreiben von Switch an seine Partner wird sich Switch vom Geschäft mit .li-Domains (Liechtenstein) per 13. Februar verabschieden. Der Monopolist halte das heutige Modell, bei dem Switch gleichzeitig Registry und Registrar ist, nicht mehr für marktgerecht, heisst es in der Mitteilung.
Für die Top Level Domain .li werde sich Switch in Zukunft voll und ganz auf die Registry-Tätigkeit konzentrieren und das Direktkundengeschäft (Registrar) an die Partner übergeben.
Dienstleister frei wählbar
Weiter schreibt Switch in der Mitteilung, dass alle .li-Direktkunden in den kommenden Tagen informiert würden. Dazu werde eine Broschüre mit einer vollständigen Liste der anerkannten Partner sowie Informationen zu einem Wechsel versandt. Damit möchte Switch sicherstellen, dass jeder Kunde seinen Dienstleister frei wählen kann. Wenn die Domaininhaber allerdings nicht reagieren, werden die Domains per 13. Februar automatisch an die als Registrar tätige Switch-Tochter switchplus übergeben.
Dieses Vorgehen stösst bei einigen Providern, wie beispielsweise Novatrend sauer auf. Denn somit werde einmal mehr die Tochtergesellschaft switchplus bevorzugt, heisst es in einer Mitteilung von Novatrend. Bereits seit 2010 sorgt der Monopolist Switch bei Providern für Zähneknirschen, weil er ihrer Meinung nach die eigene Tochter bevorzugt. (hal)
Update (16.30 Uhr): Nun meldet sich auch der Hoster Hostpoint zu Wort und befindet diese Angelegenheit ebenfalls als "fragwürdige Bevorzugung der Tochter switchplus", wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Nach Meinung von Hostpoint sei zu befürchten, dass ein Grossteil der .li-Domains aufgrund der technischen Komplexität für die Kunden sowie der kurzen Übergangsfrist automatisch switchplus zufällt. Damit würde Switch Ihrer Tochter switchplus zu einem ungerechtfertigt hohen Marktanteil verhelfen.

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