Symantec lanciert Desktop-Virtualisierungs-Suite

20. Februar 2009, 13:41
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In Symantecs "Endpoint Virtualization Suite" werden Produkte von Altiris, AppStream und nSuite gebündelt.

In Symantecs "Endpoint Virtualization Suite" werden Produkte von Altiris, AppStream und nSuite gebündelt.
Am Dienstagabend lancierte Symantec eine Offensive in Richtung des höchst attraktiven, weil stark wachsenden Markts für Desktop-Virtualisierung. Unter dem Begriff subsumiert man Konzepte, bei denen Betriebssystem und Programme eines PCs nicht mehr auf einer einzelnen Maschine laufen, sondern auf zentralen Servern virtualisiert werden. Ähnlich wie beim altbekannten Konzept von Citrix und "Server based computing" werden den einzelnen Arbeitsplätzen nur noch Bildschirminhalte geliefert ("streaming"). Die Vorteile liegen auf der Hand: Man kann die einzelnen PCs zentral verwalten und nützt Ressourcen (Speicher, Recheneinheiten) viel besser aus.
Unter dem Namen "Symantec Desktop Virtualization Suite" werden eine Reihe von Produkten von übernommenen Firmen gebündelt. So werden die Produkte der Streaming-Spezialisten nSuite und AppStream aber auch vom Desktop-Management-Spezialisten Altiris integriert. Es scheint dabei Symantec nicht unbedingt um das vermessene Unterfangen zu gehen, Marktführer wie Citrix, VMware oder Microsoft zu verdrängen. Viel mehr soll das neue Software-Bündel helfen, heterogene Umgebungen zu managen, in denen die eine oder andere Technologie für Desktop-Virtualisierung eingesetzt wird.
Workspace Streaming
Konkret besteht das kommende Software-Bündel aus drei Teilen. Unter dem Titel "Workspace Streaming" gibt es verschiedene Produkte für die Installation und Lieferung von zentral gehosteten Applikationen. Mit enthalten sind auch Funktionen für dynamisches Lizenzenmanagement, Patching und das lokale Ausführen von Programmen, wenn keine Verbindung zum Zentralrechner besteht. Zudem kann man mit diesem Teil der Suite auch lokal installierte Applikationen managen.
Workspace Corporate / Remote
Unter diesem Titel wird eine Reihe von Produkten angeboten, mit denen man grosse, sehr heterogene PC-Umgebungen managen kann. In solchen Umgebungen wird oft ein Teil der Desktops virtualisiert, andere nicht, ein Teil der Apps laufen lokal, ein anderer wiederum wird gestreamt.
In Workspace Corporate / Remote gibt es Funktionen für Single Sign On, Tools für die Vorfertigung von virtualisierten Desktops für unterschiedliche Anwendergruppen, für "Desktops in a Browser" wie man es auch von Citrix her kennt, Printer-Verwaltung und einiges mehr.
_Workspace Virtualization__
Im dritten Teilpaket gibt es Funktionen für die bessere Integration von virtualisierten Applikationen auf einem Desktop. Sie sollen DLL-Konflikte vermeiden helfen und dafür sorgen, dass Short-Cuts, Kontext-Menus und Copy-Paste wie gewohnt funktionieren.
Weiter enthält das Paket Funktionen für die Verwaltung der einzelnen Arbeitsplätze, die mit Management-Paketen von anderen Anbietern wie BMC, HP, Avocent und Microsoft zusammenarbeiten sollen. Zudem soll die Symantec-Software das Testen von neuen Applikationen in virtualisierten Umgebungen automatisieren.
Grosses Potential
Kann Symantec die Versprechungen bezüglich der Funktionalität und der Qualität der Produkte-Suite einhalten, so stösst der Hersteller mit der "Endpoint Virtualization Suite" in ein äusserst interessantes Marktsegment vor. Denn gemäss Gartner soll der heute noch kleine Markt für Virtualisierungs-Management-Software in den nächsten Jahren rasant wachsen.
Die "Endpoint Virtualization Suite" soll noch in diesem Frühjahr auf den Markt kommen. Preise hat Symantec noch keine bekannt gegeben. (Christoph Hugenschmidt)

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