Symantec plant Umbau

24. Januar 2013, 06:23
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Produktportfolio soll abgeklopft und erneuert werden. Der Umbau beinhaltet auch Entlassungen.

Produktportfolio soll abgeklopft und erneuert werden. Der Umbau beinhaltet auch Entlassungen.
Symantecs neuer CEO Steve Bennett, seit einem halben Jahr im Amt, will seinem Unternehmen eine neue Strategie verpassen. Der Softwarehersteller soll dadurch "stromlinienförmiger" und einfacher werden. Im Gespräch mit Journalisten erklärte Bennett gestern Abend sogar, dass "Symantec 4.0" - wie er auf die Versionsnummer 4 kommt, ist uns nicht ganz klar - nichts weniger als eine "Revolution" darstellen soll.
Wie revolutionär die Pläne tatsächlich sind, ist aber noch unklar. Ein wichtiger Teil des Ganzen soll eine Rundumerneuerung des Produktportfolios über die nächsten zwei Jahre sein. Details dazu sind jedoch nicht bekannt. Generell spricht Symantec davon, dass man mehr "umfassende und innovative" Lösungen anbieten wolle, die gleichzeitig mehrere Kundenprobleme lösen. Gleichzeitig erklärte Bennett, dass Kunden trotzdem weiterhin flexibel und ihren Bedürfnissen entsprechend aussuchen können sollen. Ein bisschen Fünfer und Weggli also.
Klar scheint, dass dabei auch einige gegenwärtige Produkte aufgegeben werden dürften. Das gesamte vorhandene und doch recht unübersichtliche Portfolio soll danach überprüft werden, ob es noch in die neue Strategie passt. Symantec will sich auf zehn Kernbereiche konzentrieren: Mobile Workforce Productivity, Norton Protection, Norton Cloud, Information Security Services, Identity/Content-Aware Security Gateway, Data Center Security, Business Continuity, Integrated Backup sowie Cloud-basiertes Informations-Management und die Object-Storage-Plattform.
Entlassungen im "mittleren Management"
Als Teil der neuen Strategie hat Symantec auch Stellenstreichungen angekündigt, die schon bis Mitte 2013 abgeschlossen sein sollen. Symantec erwähnt dabei vor allem Stellen im höheren und mittleren Management, die gestrichen werden sollen. Wie viele Jobs abgebaut werden, wurde von Symantec nicht beziffert. Laut Insiderinformationen von 'Bloomberg' könnten aber weltweit mehr als 1000 Stellen, was 5 Prozent der aktuellen Gesamtbelegschaft entsprechen würde, betroffen sein.
Gleichzeitig will Symantec aber auch neue Stellen schaffen, insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung.
Geld für Aktionäre
Zusammen mit der neuen Strategie kündigte der Softwarehersteller auch an, dass in der näheren Zukunft etwa die Hälfte seines freien Cash Flows - im gerade abgeschlossenen Quartal betrug dieser 463 Millionen Dollar - direkt an die Aktionäre weiterfliessen soll. Dies soll einerseits durch Dividenden, und andererseits durch ein Aktienrückkaufprogramm geschehen.
Die vierteljährliche Dividende wird erstmals nach Abschluss des ersten Quartals des Geschäftsjahrs 2014 ausbezahlt werden, das am 29. Juni endet. Die Höhe steht noch nicht genau fest,. angestrebt wird laut Symantec eine Rendite von rund 2,5 Prozent. Dies ist das erste Mal in der Unternehmensgeschichte, dass Symantec eine Dividende bezahlt.
Mit Beginn des Geschäftsjahrs 2014 soll auch ein neues Aktienrückkaufprogramm starten, für das der Verwaltungsrat eine Milliarde Dollar vorgesehen hat.
Über die ebenfalls gerade bekannt gegebenen neusten Quartalszahlen von Symantec haben wir bereits gestern berichtet. (Hans Jörg Maron)

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