Syndicom verabschiedet "Manifest für digitalen Service public"

29. November 2021, 14:12
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Gerade in Krisen- und Umbruchzeiten zeige der Service public seinen Wert, sagt die Gewerkschaft.

Die Gewerkschaft Syndicom hat an ihrem Kongress ein "Manifest zum digitalen Service public" verabschiedet. Zentral sei der Wandel des Service public im Rahmen der Digitalisierung, hiess es in einer Mitteilung dazu.
Der digitale Service public sei einerseits als eine Digitalisierung der Versorgung zu verstehen, andererseits aber auch als ein Angebot von neuen Gütern und Dienstleistungen für die Gesellschaft der Zukunft. Dabei gehe es unter anderem um Fragen des Datenschutzes und einer drohenden digitalen Spaltung.
Die Branchen im Logistik-, ICT- und Medienbereich stehen laut Syndicom vor grossen Herausforderungen. Anhand mehrerer Resolutionen verabschiedeten die rund 200 Delegierten am Kongress in Langenthal Forderungen für eine "solidarische Zukunft", wie es weiter hiess. Sie sprachen sich unter anderem für einen Ausbau des Service public und gegen die Privatisierung von Postfinance aus.
Der Kongress ist das höchste Organ der Gewerkschaft. Er findet in der Regel alle vier Jahre statt. In Langenthal wurden im weiteren das Präsidium und die neue Geschäftsleitung von Syndicom gewählt.
Die Gewerkschaft Syndicom hat über 30'000 Mitglieder. Sie vertritt Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen aus 13 Branchen der Medien- und Kommunikationsberufe.

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