Sysadmins: "Follow the FAQs and policies!!1!111!!"

19. August 2021, 09:56
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Eine Umfrage zeigt: Systemadministratoren kämpfen in der Pandemie mit Security und Workloads. Schon geringe Massnahmen würden ihnen helfen.

Security-Aufgaben und steigende Workloads halten Systemadministratoren seit 2020 besonders auf Trab. Mit 59% sehen sich global deutlich über die Hälfte mit steigenden Arbeitsstunden konfrontiert. Dies gaben zumindest 732 Sysadmins in einer Umfrage von Netwrix zu Protokoll. Demnach leisten nur 38% eine 40-Stunden-Woche oder weniger, mehr als jeder fünfte Sysadmin arbeitet 51 Stunden oder mehr pro Woche.
Die Pandemie hat die Security-Bedrohungen laut Umfrage nochmals verschärft. Zugleich sagten aber 40% der Sysadmins, dass trotz zunehmender Sicherheitsbedenken Remote Work den Fokus von Security-Aufgaben weggelenkt habe.
Die grössten Herausforderungen für Sysadmins sind denn auch die gestiegene Cyberbedrohung (68%) und die höheren Workloads (66%), direkt gefolgt vom Mangel an Tools, um die Arbeitenden zu Hause zu unterstützen (38%). Jeweils rund ein Drittel der Sysadmins kämpft mit reduzierten Budgets und verkleinerten IT-Teams.
Geholfen wäre ihnen schon, wenn Mitarbeitende nicht mehr unbedacht auf verdächtige Links klicken würden. Drei Viertel der Sysadmins betrachten dies als grosses Problem, aber auch die Aufbewahrung von Passworten auf "Sticky Notes" auf dem Computer sieht 42% als Bedrohung. Fast ein Drittel wünscht sich, dass ihre Arbeitskollegen wenigstens nicht auf E-Mails von imaginären Prinzen reagieren würden, die ihnen eine Millionen Dollar versprechen.
Ein Viertel der Sysadmins würde sich freuen, wenn die von ihnen betreuten Angestellten ihre Passwörter selbst resetten könnten und keine wichtigen Files löschen würden. Oder um es in den Worten eines Umfrageteilnehmers zu sagen: "Follow the FAQs and policies!!1!111!!"

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