Szenenapplaus für den neuen vSphere-Client

19. Oktober 2016, 16:00
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VMware bringt Kubernetes-as-a-Service und hat an vielen Details seiner Hauptprodukte gearbeitet. Ein Bericht aus Barcelona

VMware bringt Kubernetes-as-a-Service und hat an vielen Details seiner Hauptprodukte gearbeitet. Ein Bericht aus Barcelona.
VMware hat an der gegenwärtig stattfindenden VMworld-Konferenz in Barcelona eine ganze Reihe von neuen Produkteversionen angekündigt. Interessant fanden wir, dass bei der Vorstellung dieser Produkte heute morgen genau ein Feature spontanen Szenenapplaus im aus Partnern und Kunden bestehenden Publikum auslöste: Der neue HTML5-Client für vSphere 6.5. Dieser sieht schicker aus und ist vor allem offensichtlich viel schneller als der bestehende Webclient. "It's fast as sh#*&" lautete einer der Twitter-Kommentare von Testusern, die Präsentator, CTO Ray O'Farrell, stolz präsentierte.
Die neue vSphere-Version 6.5 soll noch im laufenden Quartal generell erhältlich werden und bringt laut O'Farrell viele weitere Neurungen. So soll die neue vCenter Server Appliance die Bedienung vereinfachen. REST-APIs sollen für moderne Anwendungen eine grössere Kontrolle und Automatisierung erlauben. Eine neue Verschlüsselung auf Ebene der virtuellen Maschinen soll diese sowohl im Ruhezustand als auch während einer Verschiebung mittels vMotion schützen. Und mit den vSphere Integrated Containers ist nun eine Docker-kompatible Schnittstelle für Entwicklerteams vorhanden. Anwender sollen dadurch Container nutzen können und diese gleichzeitig in der gewohnten vSphere-Umgebung, zusammen mit den virtuellen Maschinen, verwalten können. Zusätzlich können auch die Funktionen, die NSX (virtuelles Networking) und virtual SAN bieten, zusammen mit Docker-Containern genutzt werden können.
Neben der neuen Generation seines Kernprodukts vSphere kündigte VMware eine ganze Reihe von weiteren Neuerungen an. Hier eine kurze Übersicht der wichtigsten Ankündigungen. Die erwähnten neuen Services und Produkteversionen sollen alle noch im laufenden Quartal erhältlich werden.
Kubernetes as a Service
Mit "Kubernetes as a Service" geht es dem Virtualisierungsspezialisten VMware darum, auch dann ein Angebot im Köcher zu haben, wenn Container statt virtuelle Maschinen für die Verpackung von Apps für die Cloud verwendet werden. VMware hat Googles beliebten Container-Cluster-Manager Kubernetes in seine vor rund einem Jahr vorgestellte Photon-Plattform zur Container-Verwaltung integriert. Diese Lösung zielt spezifisch auf Anwender ohne sonstige VMware-Umgebung ab. Wie bei der Integration von Containern in vSphere können sie auch via Photon Funktionalitäten von NSX und virtual SAN nützen, nun zusätzlich auch zusammen mit Kubernetes.
Einige Komponenten von Photon, beispielsweise der Photon Controller und das Photon OS, sind ab sofort auf Github als Open-Source-Software verfügbar.
Virtual SAN 6.5
Die Version 6.5 ist die fünfte Version der Software virtual SAN, die Direct Attached Storage zu virtuellem Netzwerkspeicher macht. Sie bringt unter anderem erstmals iSCSI-Support, sowie verbesserten Support für grosse Laufwerke und All-Flash-Systeme. Durch ein neues Feature namens "Two-Node Direct Connect" soll es nicht mehr notwendig sein, zwischen virtuellen SAN.Systemen in Remote Offices Switches oder Router zu installieren.
Das neue Prädikat "Ready for vSAN" soll in Zukunft Hardware- und Security-Produkte von Partnern auszeichnen, die mit vSAN kompatibel sind.
Workspace ONE und Essentials
Workspace ONE Essentials ist eine neue Version der Anfang Jahr eingeführten Arbeitsplatzlösung Workspace ONE, die einen einheitlichen Zugang zu Unternehmensdaten und -Anwendungen ermöglicht. Essentials richtet sich laut VMware vor allem an Unternehmen, die Bring-Your-Own-Device-Strategien verfolgen und soll auch nicht verwalteten mobilen Endgeräten Zugang zu Business-Anwendungen und -Services über einen sicheren identitätsbasierten Arbeitsplatz bieten. Workspace ONE Essentials wird vier Dollar pro Nutzer und Monat kosten.
In Workspace ONE werden zudem neue Funktionen eingeführt, die verhindern sollen, dass vertrauliche Unternehmensdaten versehentlich nach aussen dringen. Diese Data-Loss-Prevention-Funktionen beinhalten unter anderem die policy.basierte Abschottung von Office-365-Files. User können so für private Zwecke webbasierte Filesharing- und Kommunikationservices nützen, aber ONE kann verhindern, dass Daten aus Office-365-Files in einen solchen Service kopiert werden. (Hans Jörg Maron, Barcelona)

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