T-Systems arbeitet an einer "Swiss Cloud"

1. April 2021, 09:28
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Der IT-Dienstleister profitiert in der Covid-Pandemie und die Top-Manager erklären die Wachstumsfelder in der Region Alpine.

Die Covid-Pandemie hat einen Digitalisierungsschub ausgelöst. "Da erzähl ich Ihnen nichts Neues," so Peter Lenz, Managing Director der Alpine Region von T-Systems. 70% der VR-Mitglieder wollen laut Marktforschern das digitale Geschäft beschleunigen. Dies erklärte der Manager anlässlich einer virtuellen Pressekonferenz, bei der sein Avatar auf der Bühne stand.
Wie andere IT-Dienstleister profitiert auch T-Systems von diesem Digitalisierungsschub. Man habe ein sehr erfolgreiches Jahr hinter sich, sagte Lenz. Mit rund 1200 Mitarbeitenden verzeichnete das Unternehmen vergangenes Jahr in der Alpine Region 300 Millionen Euro Umsatz. Seit Anfang 2020 besteht die Region, zu der die Schweiz und Österreich gehören. Umsatz wie auch Mitarbeitende teile sich etwa zur Hälfte auf die beiden Länder auf, erklärte Lenz.
Der New-Business-Anteil lag in der Schweiz bei fast 50%, ergänzte Thomas Reitze, seit Mai 2020 Vice President Commercial & Market Relations. Man sehe eine grosse Nachfrage nach Cloud- und Hybrid-Cloud-Services, SAP-Leistungen und Security.
Als Neukunde hob Reitze das Bundesamt für Bauten und Logistik BBL aus dem öffentlichen Bereich hervor. In der Verwaltung gebe es im Digitalisierungs-Bereich sicher noch grossen Nachholbedarf, wie man während der Pandemie gesehen habe, so Reitze.
Die grössere Nachfrage im Cybersecurity-Bereich werde noch anhalten, glaubt der T-Systems-Manager. Denn die Unternehmen hätten ihre Arbeit sehr schnell ins Homeoffice verlagert. Nun gehe es immer noch darum, die Security entsprechend aufzurüsten. T-Systems habe die Security-Kompetenzen ausgebaut. Dazu gehörte auch die Ernennung des ehemaligen Chefs der Cybercrime-Abteilung der Kapo Zürich, Daniel Nussbaumer, zum Leiter des Security-Bereichs in der Region Alpine.

Die Weichen sind auf Hybrid-Cloud gestellt

T-Systems sieht sich in der Alpine Region gut aufgestellt. Man sei lokal vertreten und damit nahe bei den Kunden. Das Unternehmen betreibe Rechenzentren in Zollikofen sowie in Wien, womit man der wachsenden Nachfrage nach lokaler Datenhaltung gerecht werden könne. Gleichzeitig habe man mit der Deutschen Telekom "Power im Rücken" und beteilige sich am europäischen Cloud-Projekt Gaia-X, wie Reitze an der Pressekonferenz sagte.
Man habe die Weichen Richtung Cloud und vor allem Hybrid Cloud gestellt, ergänzte Lenz. In der Schweiz baut der Dienstleister das Cloud-Angebot weiter aus. "Wir sind daran eine Cloud in der Schweiz aufzubauen", so der Alpine-Chef. Es handle sich um ein Public- beziehungsweise Multi-Cloud-Angebot. Diese "Swiss Cloud" werde eine sehr "interessante Alternative zu internationalen Angeboten sein", fügte er an, ohne konkrete Details zu nennen. 

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