T-Systems baut um, T-Systems Schweiz im Ungewissen

17. Dezember 2012, 16:40
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Aus vier Geschäftsbereichen werden zwei, zwei Geschäftsleitungsmitglieder gehen. Was passiert bei T-Systems Schweiz?

Aus vier Geschäftsbereichen werden zwei, zwei Geschäftsleitungsmitglieder gehen. Was passiert bei T-Systems Schweiz?
T-Systems International gibt sich eine neue Unternehmensstruktur. Statt den bisher vier Geschäftsbereichen Produktion, Systems Integration, Service und Sales soll es nur noch die zwei Bereiche Delivery und Sales geben. Im Bereich Sales sollen alle "vertriebsnahen Aktivitäten" vom Marketing bis zum Portfolio-Management angesiedelt werden, im Bereich Delivery alles, was zur eigentlichen Lieferung der Leistungen gehört.
Laut T-Systems-Chef Reinhard Clemens will man sich mit der neuen Struktur von "Geschäftsprozessen lösen, die noch auf alten Outsourcing-Modellen beruhen." Gleichzeitig seien mit der "schlankeren Ausrichtung für die Cloud" alle "Weichen auf weiteres Wachstum" gestellt.
Dazu, ob vor dem angestrebten Wachstum erstmal ein Personalabbau mit der Umorganisation einhergeht, äusserte sich T-Systems nicht. Zudem scheinen die Einzelheiten auch noch nicht festzustehen. Die daraus folgenden "organisatorischen Anpassungen auf Mitarbeiterebene" erfordern noch die Zustimmung der Arbeitnehmervertreter, so T-Systems.
Wendt und Meister gehen
Zumindest auf der Geschäftsleitungsebene hat der Umbau aber Konsequenzen. Hagen Rickmann, bisher Geschäftsführer des Service-Bereichs, übernimmt den neuen Bereich Sales. Ferri Abolhassan, bisher Leiter des Bereichs Produktion, übernimmt die neue Delivery-Abteilung. Die bisherigen Chefs der Bereiche Systems Integration und Sales, Ulrich Meister und Dietmar Wendt, verlassen T-Systems per Ende Jahr, allerdings "auf eigenen Wunsch und im gegenseitigen Einvernehmen", wie T-Systems betont.
Folgen für T-Systems Schweiz noch unklar
Auch bei T-Systems Schweiz dürften sich heute und in den nächsten Tagen diverse Mitarbeitende den Kopf darüber zerbrechen, ob auch sie von dieser Reorganisation betroffen sein könnten. Genaueres weiss man nämlich laut Unternehmenssprecherin Senta Kleger hierzulande noch nicht. "Zur Zeit können wir noch nicht sagen, wie sich die neue Organisation der T-Systems International auf die Landesgesellschaften auswirken wird", schreibt sie uns in auf Anfrage. "Wir sind hierzu in enger Abstimmungen mit unseren Kollegen aus dem Headquarter und werden zur gegebener Zeit darüber informieren, falls es bei der T-Systems Schweiz organisatorische Änderungen geben wird."
Uns scheint es aber zumindest naheliegend, dass auch T-Systems Schweiz die Reorganisation nachvollziehen wird. Wie bisher bei T-Systems International sind auch bei T-Systems Schweiz bisher die vier Bereiche Systems Integration, Sales, Production und Service jeweils mit einem eigenen Chef in der Geschäftsleitung vertreten. Die vier dazugehörigen Köpfe sind Thomas Failer (Director Systems Integration), René Mulder (Director Sales), Roger Waller (Director Production) und Christian Vetterli (Director Service). (Hans Jörg Maron)

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