T-Systems gewinnt Finnova-Outsourcingdeal der Migros Bank

18. Dezember 2007, 11:00
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Die Migros Bank wählt T-Systems als Betriebspartner für die Core-Banking-Software Finnova. Mit der Migros Bank und der GKB betreut T-Systems die beiden grössten Banken der "Finnova-Community".

Die Migros Bank wählt T-Systems als Betriebspartner für die Core-Banking-Software Finnova. Mit der Migros Bank und der GKB betreut T-Systems die beiden grössten Banken der "Finnova-Community".
Der Outsourcer T-Systems Schweiz übernimmt für die Migros Bank den Betrieb und das Applikations-Management der Kernbankenlösung Finnova. T-Systems-Schweiz-CEO Gregor Stücheli sprach heute Morgen an einer Telefonkonferenz von einem "strategisch sehr wichtigen Entscheid". Gegenüber inside-it.ch sagte Stücheli, dass das Volumen im grösseren, zweistelligen Millionenbereich liege. Die Migros Bank zählt mit einer Bilanzsumme von 28,9 Milliarden Franken zu den zehn grössten Schweizer Banken.
20 neue Stellen in Chur
Wie seit August bekannt ist bekannt ist, Comit. Die Migros Bank erwartet nach Abschluss des Projekts - das insgesamt 100 Millionen Franken kosten wird - jährliche Einsparungen im zweistelligen Millionenbereich.
In den vergangenen Wochen wurde in der Branche darüber spekuliert, ob das Mutterunternehmen von Comit, Swisscom IT Services, oder eben T-Systems das Rennen machen würde. Dass die Migros Bank T-Systems gewählt hat, macht Sinn. Der IT-Dienstleister betreut seit längerem die Webapplikationen und das Desktop-Management der Migros Bank. Im Banken-Kompetenzzentrum in Chur beschäftigt T-Systems zudem derzeit über 100 Finnova- aber auch Avaloq-Spezialisten. Durch den Migros-Bank-Auftrag sollen bei T-Systems um die 20 neue Stellen entstehen, die meisten davon in Chur.
Das Kompetenzzentrum entstand, als T-Systems Anfang 2005 den Betrieb der Bankensoftware Finnova für die Graubündner Kantonalbank (GKB) übernahm.
Bald auch Implementation
T-Systems möchte in Zukunft auch bei der Implementation von Finnova- und Avaloq-Lösungen eine grössere Rolle spielen. Seit wenigen Monaten ist T-Systems Implementationspartner von Avaloq. Bei Finnova ist man noch nicht so weit. Als Implementationspartner dieser zwei Schweizer Bankensoftware-Hersteller würde T-Systems den Implementations-Spezialisten Comit frontal angreifen.
CEO Stücheli hatte vor drei Monaten der 'Südostschweiz' gesagt und der Migros Bank weitere potentielle Kunden aus dem Banken-Umfeld. (Maurizio Minetti)

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