T-Systems hat auch bei der WestLB Probleme

10. Januar 2011, 15:25
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Teile der IT gehen wieder zurück an HP.

Teile der IT gehen wieder zurück an HP.
Wie die deutsche 'Computerwoche' heute berichtet, hat die angeschlagene Düsseldorfer Landesbank WestLB ein laufendes Projekt mit T-Systems gestoppt. Der deutsche IT-Outsourcer habe weite Teile eines mit der WestLB vereinbarten Outsourcing-Abkommens wieder an Hewlett-Packard (HP) abgeben müssen. Im Herbst 2008 hatte die Telekom-Tochter HP als langjährigen IT-Partner der WestLB ausgestochen, vor einem Jahr begann das Projekt - doch die Transition der IT und der Mitarbeitenden zu T-Systems wurde nun abgebrochen.
Die WestLB bestätigte gegenüber der 'Computerwoche', dass HP weiterhin "an allen relevanten Standorten" die Arbeitsplatzsysteme und Mail-Installationen sowie die globale und hochverfügbare IT-Ausstattung der Kapitalmarkt-Händler betreue. T-Systems obliege der Betrieb der Server, der weltweiten Netze und der Telefonie.
In dem Bericht heisst es unter Berufung auf unternehmensnahe Quellen, dass es Unstimmigkeiten zwischen den drei Beteiligten darüber gab, wer was zu liefern habe. WestLB sagt aber, man habe die Entscheidung für T-Systems infolge des bundesweiten Umbruchs im Bereich der Landesbanken "neu bewertet und die Vergabe angepasst", so das Unternehmen gegenüber der 'Computerwoche'. HP und T-Systems gaben keinen Kommentar ab.
Die deutsche IT-Zeitschrift spekuliert, dass das rasante Wachstum von T-Systems eine Ursache für die Probleme sein könnte. Dem Unternehmen scheine es nicht durchgehend gelungen zu sein, das hohe Tempo in der Neukundenakquise auch in der Umsetzung der Projekte zu verkraften. Tatsächlich wurde erst vor wenigen Wochen bekannt, dass T-Systems auch mit dem Outsourcing-Kunden Shell gewisse Probleme hat. (mim)

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