T-Systems krebst zurück: SBB-Rekurs abgeblasen

9. November 2005, 16:42
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Wieder eitel Sonnenschein zwischen T-Systems, SBB und SCIS.

Wieder eitel Sonnenschein zwischen T-Systems, SBB und SCIS.
Nur knapp eine Woche nachdem bekannt wurde eingelegt hat, hat es sich T-Systems anders überlegt. Wie aus einem internen E-Mail hervorgeht, dass inside-channels.ch zugespielt wurde, informierte der CEO Gregor Stücheli heute Morgen die T-Systems-Mitarbeitenden darüber, dass der Rekurs zurückgezogen wurde.
Der Sprecher von T-Systems Schweiz, Daniel Hinz, bestätigte gegenüber inside-channels.ch die Sachlage und die Echtheit des uns vorliegenden Mails. "Mit der SBB Sourcing 2006 Einsprache", so schreibt Gregor Stücheli darin, "wollten wir die Entscheidungsgrundlagen besser verstehen und sicherstellen, dass beim Übergang an Swisscom die Arbeitsplätze weitgehend gesichert sind. Natürlich bestand auch eine Hoffnung, die Lose zurück zu gewinnen." (T-Systems hatte bei dem SBB Entscheid die Aufträge zum Betrieb und Support der Client-Umgebung (PCs, Drucker, Citrix) an Swisscom IT Services (SCIS) verloren.)
Nun aber, so Stücheli weiter, habe man "intensive und konstruktive" Gespräche mit den Verantwortlichen von SBB und SCIS führen können. Das Ziel, die Entscheidungsgrundlagen der Vergabe der beiden verlorenen Projektlose besser zu verstehen, sei erreicht worden. Deshalb sei man zum Schluss gekommen, dass es für die involvierten Mitarbeitenden und T-Systems gesamthaft von Vorteil sei, den Rekurs zurückzuziehen. Wie Daniel Hinz uns erklärte, sei es nun das oberste Ziel von T-Systems, in den nächsten Wochen und Monaten die Transitionsphase sauber durchzubringen, sowohl für die SBB als auch für die betroffenen Mitarbeitenden.
Nun wollen die drei involvierten Firmen sofort wieder ihre Planung abstimmen und gemäss T-Systems soll schon Mitte der nächsten Woche ein gemeinsames Kick-Off-Meeting stattfinden.
Wichtig ist diese Entscheidung vor allem auch für die T-Systems-Mitarbeiter, welche bisher für den Client-Betrieb bei der SBB zuständig waren, und die nun zumindest zum Teil zu SCIS wechseln sollen. Die Einsprache von T-Systems hatte neben vielen anderen Vorbereitungsarbeiten zur Übergabe auch die Gespräche über ihren Wechsel blockiert. (Hans Jörg Maron)

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