T-Systems schwächelt im ersten Halbjahr

6. August 2009, 07:38
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Anhaltende Tendenz: Umsatzrückgang in Deutschland, Wachstum im Ausland.

Anhaltende Tendenz: Umsatzrückgang in Deutschland, Wachstum im Ausland.
Der deutsche IT-Dienstleister und Outsourcer T-Systems krankt immer noch an der Schwäche im Heimmarkt. In den ersten sechs Monaten des Jahres sank der Umsatz in Deutschland um 6,6 Prozent. Gleichzeitig stieg der internationale Umsatz um 3,5 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Der Rückgang im Inland gehe zu einem wesentlichen Teil auf das um 8,7 Prozent geringere interne Geschäftsvolumen mit der Deutschen Telekom zurück, schreibt T-Systems in einer Mitteilung. Dieser Umstand unterstreiche den Beitrag von T-Systems "zur Kostensenkung im Konzern".
Der Auftragseingang verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr um 20,9 Prozent. Allerdings sollte man berücksichtigen, dass die Vorjahreszahlen den Shell-Grossauftrag enthalten.
Insgesamt setzte T-Systems im ersten Halbjahr 4,3 Milliarden Euro um, was einem Rückgang von 3,7 Prozent entspricht. Der Umsatz sank in zwei von drei Geschäftsbereichen. Am stärksten litt T-Systems im Segment Telecommunications (-8,3%), gefolgt von Systems Integration (-7,6%). Im Bereich Computing & Desktop Services stiegen die Umsätze hingegen im ersten Halbjahr um 2,7 Prozent.
Bereinigt um den Einmaleffekt des Verkaufs der Rundfunk- und Mediensparte Media&Broadcast im Vorjahr hat sich das Betriebsergebnis (EBIT) auf 92 Millionen Euro erhöht. Das bereinigte EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) verzeichnet ein Wachstum von 12,8 Prozent auf 442 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge stieg von 8,8 Prozent im ersten Halbjahr 2008 auf 10,3 Prozent.
T-Systems ist mit ungefähr 850 Mitarbeitenden auch in der Schweiz tätig. Erst kürzlich wurden 180 Schweizer Stellen nach Ungarn und in die Slowakei verlagert. (mim)

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