T-Systems Schweiz streicht 30 Jobs

31. März 2014, 13:44
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Die Telekom-Tochter will ihren Fokus neu ausrichten: Car-IT, Healthcare, Energie, Cloud Computing und Cyber Security stehen im Zentrum. Diese "Transformation" erstreckt sich über zwei Jahre.

Die Telekom-Tochter will ihren Fokus neu ausrichten: Car-IT, Healthcare, Energie, Cloud Computing und Cyber Security stehen im Zentrum. Diese "Transformation" erstreckt sich über zwei Jahre.
Vor zehn Tagen wurde bekannt, dass der IT-Outsourcer T-Systems 4900 Stellen streichen wird. Damals hiess es bei der Tochter der Deutschen Telekom auf Anfrage von inside-channels.ch, dass "die Abbauzahlen aus den Medien ausschliesslich Deutschland betreffen". Doch heute schreibt T-Systems in einem Statement, dass in der Schweiz 30 von 650 Jobs gestrichen worden seien. Einige Stellen konnten durch Nichtbesetzung von Vakanzen und natürliche Fluktuation abgebaut werden, vereinzelt wurden auch Kündigungen ausgesprochen.
Am Wochenende hatte die deutsche 'WirtschaftsWoche' publik gemacht, dass der Stellenabbau auch die internationalen Standorte betrifft. Das Blatt weiss von 2000 bis 2500 gefährdeten Auslandsstellen. Der Konzern bestätigte die Zahl allerdings nicht.
Im Statement schreibt T-Systems, dass man sich mit den Sozialpartnern einig sei, dass "Geschäftsmodell von T-Systems mit der zunehmenden Digitalisierung von Wirtschaftsunternehmen weiterentwickelt werden muss". Man werde in digitale Zukunftsfelder wie vernetztes Auto, Healthcare, Energie, Cloud Computing oder Cyber Security investieren. Die klassischen ICT-Dienste, die im Wesentlichen auf klassischem Outsourcing beruhen, "werden wir so transformieren, dass wir sie dauerhaft profitabel anbieten können", so T-Systems. Man stelle sich darauf ein, dass sich diese Transformation über zwei Jahren erstrecke. In dieser Zeit wolle man den damit einhergehenden Personalumbau so sozialverträglich wie möglich gestalten. Genauso werde der bereits 2011 begonnene Umbau der Telekom-IT weiter umgesetzt: "Da wo Arbeitsplätze wegfallen, setzen wir zunächst auf Mittel der Freiwilligkeit beziehungsweise auf die Weitervermittlung im Konzern."
Auch T-Systems Schweiz will in diese neuen Zukunftsfelder investieren und dort neue Stellen schaffen. Neue Jobs sollen auch in anderen wachsenden Bereichen wie Software Engineering, SAP- und ECM-Beratung geschaffen werden.
Laut der 'WirtschaftsWoche' steht T-Systems darüber hinaus vor dem Verkauf der Tochter IDS mit 620 Mitarbeitenden an die Münchner Beteiligungsgesellschaft Aurelius. Ein Telekom-Sprecher wollte dies "zum derzeitigen Zeitpunkt" nicht kommentieren. Zu Aurelius gehören unter anderem auch die IT-Dienstleister Getronics und Connectis. (mim)

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