T-Systems soll SBB in die Cloud helfen

19. November 2015, 14:29
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Datenbanken, Applikationen und Middleware sollen Schritt für Schritt in die Cloud gebracht werden.

Datenbanken, Applikationen und Middleware sollen Schritt für Schritt in die Cloud gebracht werden.
Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben T-Systems mit der Transformation ihrer IT-Services in die Cloud beauftragt, wie T-Systems heute mitteilt. Man werde nun die "klassischen Rechenzentrums- und Infrastrukturleistungen sowie Datenbanken, Applikationen und Middleware Schritt für Schritt in die Cloud bringen". Bereits seien einige Systeme transferiert worden. In den kommenden Monaten werde man nun die "Cloud-Fähigkeit" weiterer IT-Services prüfen und sie, falls geeignet, ebenfalls überführen.
Mainframe-Applikationen befinden sich aber nicht darunter, wie uns uns die T-Systems-Sprecherin Karina Riedel erklärte. Dazu, ob es um den Transfer auf eine reine Private-Cloud-Infrastruktur geht, oder ob die SBB auch die Benützung von Public-Cloud-Ressourcen ins Auge fasst, wollen sich die beiden Unternehmen nicht äussern.
Laut Jochen Decker, Leiter IT-Strategie, Architektur und Qualität bei der SBB, erhofft sich die Bahn durch das Projekt deutlich tiefere Betriebskosten für die transferierten Services und gleichzeitig eine erhöhte Agilität, um schneller auf die Businessbedürfnisse der SBB eingehen zu können.
T-Systems ist bereits seit 17 Jahren ein Outsourcing- und IT-Dienstleistungspartner der SBB. 2005 verlor die Tochter der deutschen Telekom zwar einige Aufträge, wurde aber weiterhin mit dem Betrieb der Mainframes, der zentralen Applikations-Server sowie der Verkaufs- und Internet-Plattformen beauftragt.
Die nun angekündigte Cloud-Transformation ist aber keine Ausweitung dieses Vertrags, so Karina Riedel, sondern ein gesonderter Auftrag. Die Ausschreibung dafür habe T-Systems schon vor einem Jahr gewonnen. Die Ausschreibung "Virtual Infrastructure & Application Services" (VIAS) war ein Teil der Beschaffung "Workplace 2016".
Nach dem Gewinn der Ausschreibung musste T-Systems zuerst noch beweisen, dass man die in der Offerte versprochenen Leistungen auch erbringen kann. Ansonsten wären Swisscom oder CSC zum Zug gekommen. Das Volumen des Auftrags wurde mit 12,7 Millionen Franken beziffert. (Hans Jörg Maron)
Veranstaltungshinweis:
Am 28. Januar 2016 haben Sie etwas vor. Sie wollen nämlich am Nachmittag ins Folium im Zürcher Sihlcity. Dort findet ab 13 Uhr das erste Inside Channels Forum statt. Thema: Der Channel und die Cloud.
Einige Beispiele aus dem Programm: Prominente Schweizer VARs (Bechtle, Leuchter, Steffen Informatik, ITpoint, VonRoll Intec, Bison ITS) diskutieren die Frage "How to Survive in Times of Cloud Computing".
Hersteller (Microsoft, IBM, VMware, EMC, u.v.m.) setzen sich auf den heissen Stuhl und Cloud-Spezialistin Professor Stella Gatziu Grivas sagt, was der Markt jetzt von der Branche erwartet.
Die Zahl der Plätze ist beschränkt. Es lohnt sich, frühzeitig ein Ticket zu kaufen (100 Franken für Mitarbeitende von Resellern, 500 Franken für Mitarbeitende von Herstellern und Distributoren). Zum Programm geht es hier.
(Foto Startseite: Forgemind ArchiMedia.)

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