T-Systems speckt intern ab, wächst aber international

10. Mai 2012, 10:30
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T-Systems, die Systemhaussparte der Deutschen Telekom, hat die konzerninternen Umsätze plangemäss zurückgefahren.

T-Systems, die Systemhaussparte der Deutschen Telekom, hat die konzerninternen Umsätze plangemäss zurückgefahren. Zuwächse aus dem internationalen Geschäft und mit externen Kunden konnten aber nicht die daraus entstandenen Verluste ausgleichen. Deshalb ist der Umsatz im ersten Quartal 2012 unterm Strich mit 2,2 Milliarden Euro hinter Vorjahresniveau zurückgeblieben.
Die Auslandsumsätze sind um 3,5 Prozent auf 758 Millionen Euro gestiegen, die externen Erlöse im Inland allerdings aufgrund eines anhaltenden Preis- und Wettbewerbsdrucks nur um 0,6 Prozent. Die für die Profitabilität als Kennzahl so wichtige bereinigte EBIT-Marge ist von 1,3 auf 2,0 Prozent leicht gestiegen, der bereinigte EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) um 1,6 Prozent auf 192 Millionen Euro.
Im ersten Quartal gewonnene Grossaufträge von der Old Mutual Group (OMG) und British American Tobacco (BAT) konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Aufträge übers Jahr gesehen insgesamt um 33 Prozent zurückgegangen sind. Dabei spielte auch eine wichtige Rolle, dass die Telekom-Tochter Anfang 2011 mit einem Auftrag von Everything Everywhere einen besonders grossen Fisch an Land gezogen hatte.
Ein neuer Hoffnungsträger ist TelematicOne, eine zentrale Steuereinheit für alle Logistikaktivitäten. Speditionsunternehmen sollen damit seit Februar 2012 über die Cloud in der Lage sein, ihre Touren effizienter zu planen und so Kosten für die Wartung und bis zu 20 Prozent an Kraftstoff einsparen.
Von dem Quartalsumsatz in Höhe von 2,245 Milliarden Euro entfielen rund 760 Millionen Euro auf Computing Services. Das entspricht einem Minus von 4,9 Prozent, das T-Systems im TK-Bereich mit einem Plus von 4,9 Prozent auf 809 Millionen Euro wieder mehr als wettgemacht hat. Die Erlöse mit Systemintegration sind aber aufgrund des heruntergefahrenen konzerninternen Engagements um 10,7 Prozent auf 416 Euro stark geschrumpft im Vergleich zum Vorjahresquartal. (kh)

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