T-Systems und OVHcloud wollen gemeinsame Public Cloud für Europa

15. September 2020, 09:26
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Die beiden Firmen starten einen Anlauf, um im Rahmen des Projekts Gaia-X eine Alternative zu den US-Hyperscalern zu schaffen.

T-Systems und OVHcloud wollen gemeinsam eine Public-Cloud-Plattform für den europäischen Markt lancieren. Diese garantiere Datensouveränität und DSGVO-Konformität, versprechen der deutsche und der französische Partner in einer gemeinsamen Mitteilung. Als Kunden haben die beiden Firmen insbesondere den öffentlichen Sektor ins Auge gefasst. Die Public-Cloud soll aber auch Infrastrukturbetreiber und Unternehmen in sensiblen Bereichen ansprechen.
Das neue Angebot werde auf der Openstack-Architektur basieren und in RZs von Telekom Deutschland laufen, heisst es weiter. Die wassergekühlten Server würden aus dem Hause OVHcloud stammen, während T-Systems seine Netzinfrastruktur beisteuere. Die neue Plattform soll ab Anfang 2021 zur Verfügung stehen.
"Wir sind besonders stolz darauf, mit T-Systems zusammenzuarbeiten und der erste Anbieter eines wirklich souveränen Public-Cloud-Angebots nach den Gaia-X-Prinzipien zu sein", sagt OVHcloud-CEO Michel Paulin. Im Rahmen des Projekts Gaia-X will die EU, angeführt von Deutschland und Frankreich, eine europäische Cloud-Alternative zu den US-Techgiganten schaffen. 
Das Projekt nimmt konkrete Formen an. Am Dienstag unterzeichneten 22 Gründungsmitglieder aus Deutschland und Frankreich die Urkunde, mit der die Non-Profit-Organisation Gaia-X AISBL mit Sitz in Brüssel gegründet wurde. Auf deutscher Seite seien unter anderen BMW, Bosch, DE-CIX, Deutsche Telekom, Fraunhofer Gesellschaft, SAP und Siemens mit an Bord, wie die Nachrichtenagentur 'Keystone-sda' berichtet.

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