T-Systems wird zweigeteilt

18. Januar 2018, 15:29
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Das klassische Outsourcing-Geschäft wird in eine eigene rechtliche Einheit ausgegliedert, so die Pläne des neuen T-Systems-Chefs.

Das klassische Outsourcing-Geschäft wird in eine eigene rechtliche Einheit ausgegliedert, so die Pläne des neuen CEO von T-Systems.
Die Deutsche Telekom plane, T-Systems in zwei getrennte Einheiten aufzustellen, bestätigt ein Sprecher gegenüber 'Handelsblatt Global'. Damit solle der Umsatzrückgang aufgefangen werden. Das klassische IT-Outsourcing-Geschäft soll als eigene rechtliche Einheit vom sonstigen Geschäft getrennt werden, so der Bericht. Im Outsourcing-Business kämpft T-Systems mit sinkenden Preisen und der Umstellung auf die Cloud. Der IT-Dienstleister habe seit 2006 einen Verlust von insgesamt 3,7 Milliarden Euro verbuchen müssen, rechnet das Blatt vor.
Die Aufteilung von T-Systems habe Vorteile für das Unternehmen und auch für die Kunden. Die beiden Einheiten seien getrennt jeweils näher an ihren jeweiligen Märkten und damit flexibler. Auch Zukäufe liessen sich einfacher umsetzen, so das Unternehmen, ohne viel Details zu nennen.
Die beiden neuen Gesellschaften sollen beide von einem "echten Vertriebsprofi unterstützt" werden, schreibt die Zeitung. Diesen rekrutiere man von ausserhalb des Unternehmens.
Zudem soll es zwei neue strategische Einheiten namens Portfolio und Delivery geben. Erstere werde Angebote an die Kunden ausformulieren, die andere sorge für die Durchführung der Projekte innerhalb des geplanten Zeit- und Kostenbudgets. Denn, so die Zeitung weiter, T-Systems habe immer wieder mit Kundenreklamationen zu tun gehabt, weil Zeit- und Kostenpläne nicht eingehalten worden seien.
Der neue T-Systems-Chef Adel Al-Saleh habe seine Pläne laut dem Bericht am Montag den Führungskräften vorgestellt. Er ist seit Anfang Jahr CEO von T-Systems, habe seine Arbeit informell aber bereits im Herbst aufgenommen. Laut dem Bericht gilt er als Sanierungs- und Restrukturierungsexperte.
Derzeit ist T-Systems entlang der drei Divisionen Digital, IT und Telekommunikation ausgerichtet. Laut Bericht bleiben die jeweiligen Leiter der drei Sparten im Unternehmen. (kjo)

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