Tamedia teilweise unzufrieden mit SCIS

22. Oktober 2007, 10:03
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Der Zürcher Grossverlag stellt einen Teil des Outsourcing-Deals mit Swisscom IT Services in Frage. "Einvernehmliche und konstruktive Gespräche."

Der Zürcher Grossverlag stellt einen Teil des Outsourcing-Deals mit Swisscom IT Services in Frage. "Einvernehmliche und konstruktive Gespräche."
Tamedia ist mit den Outsourcing-Dienstleistungen von Swisscom IT Services (SCIS) nur teilweise zufrieden. Dies geht aus einem Interview mit René Haiss, Leiter des Tamedia-internen IT-Managements, in der jüngsten Ausgabe der Hauszeitschrift 'Doppelpunkt' hervor. Zufrieden ist Haiss mit den Infrastruktur-Dienstleistungen (PCs, Server, Netzwerk) von SCIS.
Schwächen hat SCIS hingegen beim Betrieb der medienspezifischen Applikationen, vor allem aber im Online-Bereich und im Betrieb SAP-Systems. In den letzteren zwei Bereichen erteilt Haiss die Note "nicht zufriedenstellend". Man werde im Applikations- und Online-Bereich neue Beschaffungsvarianten (Insourcing, Kooperation mit anderen Verlagen, Provider-Wechsel) anschauen, sagte Haiss zu 'Doppelpunkt'. Eher unzufrieden scheint man bei Tamedia auch mit dem Support von SCIS zu sein. Von monatlich rund 400 Support-Tickets müssen immerhin etwa 40 eskaliert werden und landen bei der internen IT-Organisation von Tamedia.
Die fraglichen Bereiche machen allerdings gemäss Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer nur gerade zwei Prozent der Leistungen von SCIS aus. Zimmer zu inside-it.ch: "Tamedia hat bisher weder über ein Insourcing der gesamten Informatikleistungen noch eine Vergabe an einen anderen Dienstleister entschieden. Zwischen Tamedia und Swisscom IT Services finden jedoch einvernehmliche und konstruktive Gespräche über eine mögliche Anpassung des aktuellen Dienstleistungsumfangs statt." Der Outsourcing-Vertrag zwischen Tamedia und SCIS läuft ab 1.10.2004 über acht Jahre, kann aber auf fünf Jahre verkürzt werden. Gemäss Zimmer ist noch kein Entscheid darüber gefallen, ob Tamedia diese Option ganz oder teilweise wahrnehmen will. "Den Entscheid, die Informatik auszulagern, bedauern wir nicht." (Christoph Hugenschmidt)
(Auf die Story aufmerksam wurden wir durch einen Bericht in der heutigen Ausgabe des Thalwiler Channel-Magazins 'IT Reseller'. Nachgefragt und -gelesen haben wir aber selber.)

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