Teamviewer will in den Bildungsmarkt

29. September 2021, 14:10
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Teamviewer Classroom wird komplett in Deutschland betrieben und soll auch in der Schweiz angeboten werden

Der deutsche Softwarehersteller Teamviewer, bisher hauptsächlich auf Fernwartungssoftware spezialisiert, will sich ein zusätzliches Standbein aufbauen. Das Unternehmen hat dafür das auf Schulen und andere Bildungseinrichtungen abzielende neue Produkt Teamviewer Classroom lanciert.
Funktional bietet es Online-Meetings, separate virtuelle Räume für Gruppenarbeiten und die Möglichkeit, hochgeladene Dokumente gemeinsam zu bearbeiten und Live-Umfragen innerhalb einer Lerngruppe durchzuführen. Das Lehrpersonal habe zudem viele Moderationsmöglichkeiten, um die Interaktionen unter den Lernenden zu lenken und die Ergebnisse von Meetings zu dokumentieren. Schüler können ihre Dokumente online ablegen und so überall auch für andere Lerneinheiten nutzen. Eine Anbindung an verschiedene andere Lernplattformen, wie zum Beispiel Moodle, ist laut Teamviewer ebenfalls möglich.
Gerade im Schulumfeld gibt es oft Datenschutzbedenken beim Lehrpersonal und bei Eltern, wenn Software und Services von US-Anbietern wie Microsoft, Google oder Zoom eingesetzt werden. Dass Teamviewer ein deutsches Unternehmen ist, ist deshalb auch das Hauptargument, mit dem das Göppinger Unternehmen sein neues Produkt bewirbt. Man habe die Software komplett in Deutschland entwickelt, streicht Teamviewer hervor, und die Plattform werde von Teamviewer selbst in deutschen Rechenzentren betrieben. Services oder Software von ausländischen Drittunternehmen seien nicht involviert. Sie erfülle zudem sämtliche Anforderungen der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Vertrieb auch in der Schweiz geplant

Auch in der Schweiz gibt es viele Unternehmen, welche die Fernwartungssoftware von Teamviewer einsetzen. Wie uns Patrick Pickham, Product PR Manager bei Teamviewer, auf Anfrage bestätigte, ist der Schweizer Markt für Teamviewer relevant und auch die neue Lösung für den Bildungsmarkt soll hierzulande angeboten werden. Soweit dies Teamviewer bekannt sei, dürfte die DSGVO, mit der Classroom konform ist, strenger sein als die Schweizer Bestimmungen. Deshalb dürfte sie auch Schweizer Datenschutzanforderungen genügen.  

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