Tech Data: Mehr Gewinn trotz sinkendem Umsatz

20. August 2009, 13:40
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Tech Data Schweiz verfehlt Budget nur knapp.

Tech Data Schweiz verfehlt Budget nur knapp.
Der US-Megadistributor Tech Data hat im abgelaufenen Quartal (bis Ende Juli) weltweit 5,2 Milliarden Dollar umgesetzt. Dies ist 15,9 Prozent weniger als in der gleichen Periode vor einem Jahr. Ein Teil des Umsatzrückgangs ist allerdings auf den Wechselkurs des Euro zum Dollar zurückzuführen.
Trotzdem konnte "Tech" den Reingewinn um fast 60 Prozent auf 35 Millionen Dollar steigern. In Europa, wo Tech Data vor allem 2006 und 2007 mit einigen Problemen zu kämpfen hatte, setzte der weltweit zweitgrösse Distributor 2,79 Milliarden Dollar (minus 17,1 %) um.
Trotz des doch heftigen Rückgangs beim Umsatz, konnte Tech Data konzernweit die "Bruttomarge" von 4,85 auf 5,19 Prozent steigern. Dies sei auf eine solide Bewirtschaftung der Lagerbestände, auf die Preisgestaltung und auf die neue Praxis bei der Weiterverrechnung von Frachtkosten zurückzuführen, heisst es in einer Mitteilung. In Europa erwirtschaftete Tech einen operativen Gewinn von 22,5 Millionen Dollar und steigerte die "operative Marge" von 0,17 auf 0,81 Umsatzprozente.
Es scheint dem grossen Distributor also gelungen zu sein, trotz Umsatzrückgang die (meisten?) Verlustquellen in Europa zu stopfen. Teilweise habe man in Europa auch Marktanteile gewonnen, so Tech Data.
Nur leichter Umsatzrückgang gegenüber Vorjahr bei Tech Data Schweiz
Tech Data ist in der Schweiz hinter Also die Nummer zwei unter den Distributoren und setzte 2008 725 Millionen Franken um. Wie Tech-Data-Schweiz-Chef Manfred Steinhardt gegenüber inside-channels.ch sagte, war die hiesige Niederlassung des Disti-Riesen im 2. Quartal "nicht schlecht unterwegs". Die Geschäfte seien im Mai noch erschreckend schwach gewesen, hätten sich dann aber im Juni und Juli erholt. "Das Quartal war generell besser als erwartet." Tech Data nennt keine Zahlen zu den einzelnen Ländergesellschaften, Steinhardt liess sich aber entlocken, dass der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent tiefer ausgefallen ist. Damit dürfte Tech Data im Vergleich zum Gesamtmarkt nicht schlecht dastehen. Während das Geschäft mit Software gut lief, war das Projekt-Geschäft "schwach", wie Steinhardt sagte.
Die Visibilität für den Rest des Jahres ist weiterhin nicht gegeben. Der Channel rätselt, wie es weiter gehen wird. Steinhardt glaubt, dass sich das Geschäft, wenn, dann erst sehr spät erholen werde. Erst im Q4 sollten Firmen gezwungen sein, wieder bestimmte Investitionen zu tätigen, beispielsweise weil ihnen schlicht der Speicherplatz ausgeht.(Christoph Hugenschmidt)

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