Tech-Giganten sollen USA im Kampf gegen Covid-19 helfen

12. März 2020, 14:31
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Die US-Regierung erhofft sich Hilfe von KI-Anwendungen und der Auswertung grosser Datenmengen. Es sind aber nicht die einzigen technologischen Hilfsmittel.

Die US-Regierung kämpft mit dem Coronavirus und mehr noch mit der öffentlichen Wahrnehmung ihrer Bemühungen. Ihr neuster Schritt: Sie hat sich an die heimischen Tech-Giganten gewendet, damit diese sie im Kampf gegen die Pandemie unterstützen.
Das Weisse Haus hat Vertreter von Facebook, Google, Amazon, Twitter, Apple, Microsoft, Cisco, IBM und anderen eingeladen, um mit ihnen über mögliche Ansätze zu diskutieren. Teilgenommen hatten an der Video-Konferenz ebenfalls US-Behörden.
Zugleich habe die Regierung anerkannte Gesundheitsexperten von den Sitzungen ausgeschlossen, berichtet 'The Register'. Grund dafür: Die Diskussionen und Beratungen um die Covid-19-Epidemie werden als geheim eingestuft. Demnach wurden Themen wie Infektionszahlen, Quarantäne-Massnahmen oder Reisebeschränkungen ohne sie geführt.
KI und Datenauswertung sollen den USA nun helfen, die richtigen Massnahmen gegen die Epidemie zu finden. "Wenn Big Tech Zugang zu medizinischen Daten und Mustern erhält, können sie die Eindämmungsbemühungen unterstützen, indem sie die Quelle der Krankheit in gefährdeten Gemeinschaften schnell lokalisieren", sagt Manager Gonzalo Raposo gegenüber 'El Reg'. Dies könne zwar zu Bedenken in Sachen Datenschutz führe, sei aber allenfalls entscheidend, um die Ausbreitung von Covid-19 zu kontrollieren.
Zudem sagte Michael Kratsios, CTO der USA, gegenüber 'Reuters', dass eine neue Datenbank mit Literatur über Coronaviren im Volltext veröffentlicht werde. Künstliche Intelligenz der Tech-Grössen solle helfen, aus den grossen Datenmengen Erkenntnisse zu destillieren. Derweil rechnen rund um den Globus die stärksten Hochleistungscomputer, um mögliche molekulare Verbindungen für Wirkstoffe gegen das Virus zu erkennen.
In China ging und geht man auch andere Wege: Im autoritär geführten Land kommen während der Epidemie Roboter und Drohnen zum Einsatz. Für Diskussionen sorgte aber vor allem eine Handy-App, die als Virus-Kontaktmelder deinen soll. Diese greift nach der Registrierung auf die Datenbank der Behörden zurück, um die Bewegung des Users mit den Aufenthaltsorten von registrierten Infizierten abzugleichen, wie Medien berichteten.

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