Tech-Startups in Europa zogen 2020 Rekord­summen an

9. Dezember 2020, 13:48
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Die europäische Tech-Startup-Szene scheint der Pandemie zu trotzen und zieht viel Geld an. Den grössten Exit vollbrachte eine Schweizer Firma, zeigt ein Report.

Trotz Coronapandemie haben europäische Technologie-Startups eine Rekordsumme an Investitionen angezogen. Laut dem jährlichen Report von Atomico werden sich die Risikokapitalinvestitionen dieses Jahr auf rund 41 Milliarden Dollar belaufen. Das sind 500 Millionen Dollar mehr als 2019.
Im Frühjahr 2020 seien die Investitionen etwas zurückgegangen, hätten sich aber gegen Ende des Sommers erholt, schreibt Atomico. Der September sei der Monat mit den höchsten Investitionen in europäische Techfirmen gewesen. Es seien mehr als 5 Milliarden Dollar investiert worden.
Am meisten Kapital floss laut Atomica in Unternehmen mit Sitz im Vereinigten Königreich. Die Schweiz liegt auf dem 6. Platz: Tech-Unternehmen in der Schweiz konnten 1,28 Milliarden Dollar an Risikokapital anziehen. Das ist deutlich mehr als 2018, aber weniger als 2019.
2020 hat es auch wieder eine Reihe von Übernahmen von VC-gestützten Unternehmen gegeben. Die grösste in Europa war laut dem Report der Exit von Veeam. Das in Baar ansässige Unternehmen wurde Anfang Jahr von der Private-Equity-Firma Insight Partners übernommen. Der Deal bewertete Veeam mit 5 Milliarden Dollar. 
Was IPOs europäischer Tech-Unternehmen anbelangt sei es ein relativ ruhiges Jahr gewesen, so Atomico. Die Autoren zählen bis Ende Oktober 36 Börsengänge. Nur 3 hätten dabei einen Wert von mehr als 1 Milliarde Dollar erreicht. Es könne aber sein, dass die Zahl der IPOs nächstes Jahr wieder zulege, erklärt Tom Wehmeier von Atomico 'CNBC'. "Ich denke, dass Unternehmen in vielen Fällen auf den richtigen Zeitpunkt für einen Börsengang warten." Als mögliche Unternehmen, die vor einem Börsengang stehen, nennt der Atomico-Partner die beiden Fintechs Transferwise und Klarna. 

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