Technik- und Naturwissenschaft bei Studis wieder im Trend

5. November 2013, 14:02
  • politik & wirtschaft
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Die Anziehungskraft von technischen und naturwissenschaftlichen Studienrichtungen, insbesondere Informatik, hat bei Hochschuleinsteigern in den letzten fünf Jahren deutlich zugenommen.

Die Anziehungskraft von technischen und naturwissenschaftlichen Studienrichtungen, insbesondere Informatik, hat bei Hochschuleinsteigern in den letzten fünf Jahren deutlich zugenommen.
Laut einem Bericht des Vereins IngCH haben letztes Jahr wieder deutlich mehr junge Leute ein Studium in einer technischen, exakten oder und naturwissenschaftlichen Fachrichtung begonnen, als noch vor fünf Jahren. An den Universitären Hochschulen haben letztes Jahr 2564 junge Leute ein Studium in einer technischen Wissenschaft begonnen, 38 Prozent mehr als 200z. In der Fachrichtung Informatik stieg die Zahl der Neueintritte sogar um mehr als die Hälfte auf 408. Auch bei den exakten Wissenschaften und den Naturwissenschaften wurde ein Zuwachs um rund ein Viertel auf rund 3312 Neueintritte verzeichnet. Damit wuchsen diese beiden Fachbereichsgruppen deutlich schneller als beispielsweise Medizin und Pharmazie, Recht oder Geistes- und Sozialwissenschaften. Insgesamt gab es damit letztes Jahr bei den technischen und Naturwissenschaften zusammengenommen auch wieder mehr Neueintritte als bei den Geistes und Sozialwissenschaften.
In den Fachhochschulen zeigt sich ein ähnliches Bild. Dort stieg die Zahl der Neueintritte im Bereich IT und Technik 2012 im Vergleich zu 2007 um 39 Prozent - stärker als in allen anderen Fachbereichen - auf 3154. Die Informatik war an den Fachhochschulen mit 681 Neueintritten weiterhin der beliebteste Studiengang innerhalb der technischen Fächer, verzeichnete aber mit 17 Prozent einen geringeren Zuwachs als andere Fächer.
Mit einen erhöhten Frauenanteil haben die vermehrten Neueintruitte in wissenschaftlichen Fächern übrigens leider kaum etwas zu tun. Der Frauenanteil stagnierte insbesondere in den meisten technischen Wissenschaften in den letzten Jahren auf tiefem Niveau. In der Informatik waren auch 2012 nur traurige 10 Prozent der neuen Studierenden Frauen, sowohl an den Unis wie auch an den Fachhochschulen.
Naturgemäss gibt es zudem eine Verzögerung, bis es auch deutlich höhere Absolventenzahlen gibt. Einen Abschluss mit Master, Diplom oder Lizentiat machten letztes Jahr in den Ingenieurswissenschaften insgesamt 1575 junge Leute, 14 Prozent mehr als vor fünf Jahren. In der Informatik waren es mit 254 sogar etwas weniger als 2007. Und an den Fachhochschulen sank die Zahl der Bachelors und Diplome im Bereich Informatik sogar um ein Drittel auf 437. (Hans Jörg Maron)

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