Technologiewandel macht Storage-Verantwortlichen am meisten "Bauchweh"

19. November 2007, 13:25
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Weiter rasant steigender Bedarf an Speicher. Massnahmen gegen Datenverlust noch lange nicht in allen Firmen umgesetzt.

Weiter rasant steigender Bedarf an Speicher. Massnahmen gegen Datenverlust noch lange nicht in allen Firmen umgesetzt.
Im Auftrag des Storage-Spezialisten NetApp hat das britische Marktforschungsunternehmen Redshift 1000 IT-Manager von mittelgrossen Unternehmen in Europa zu ihrer Speicherlandschaft befragt. Untersucht wurden die Verhältnisse in Firmen mit zwischen hundert und tausend Mitarbeitenden. Ungefähr 30 der befragten Firmen haben ihren Sitz in der Schweiz. Wir picken hier einige der interessantesten Fragen und Antwort heraus.
Vorbeugung gegen Datenverlust: Schweizer Firmen sind relativ gut geschützt
Die IT-Verantwortlichen wurden unter anderem befragt, wie gut ihre Firma gegen einen allfälligen Datenverlust geschützt sei. Europaweit glauben nur 35 Prozent der IT-Manager, ihre Firma sei gegen jeglichen Datenverlust geschützt. Fast gleich viele Firmen haben aber diesbezüglich Projekte, während 26 Prozent solche planen.
Obwohl die Zahl von 30 Befragten in der Schweiz höchstens einen Hinweis auf die hiesige Situation geben kann, so scheinen uns die Antworten doch plausibel. Hier glauben nämlich ungefähr 60 Prozent der Firmen, sie seien auf Datenverluste vorbereitet, etwa 30 Prozent hat diesbezüglich Projekte laufen und nur etwa 10 Prozent sind noch im Planungsstadium.
Deutschland und Schweiz sind "Tape-gläubig"
Weiter fragten die Marktforscher danach, auf welche Technologien (Tape, Disk, gemischt) die IT-Chefs für Backup und Wiederherstellung setzten. Hier gibt es interessante Unterschiede zwischen den Firmen in verschiedenen Ländern. Europaweit fahren nur 18 Prozent der Befragten eine reine "Tape-Strategie", 53 Prozent haben gemischte Backup-Umgebungen und 28 Prozent sichern ihre Daten auf Disk-Systemen.
Anders in der Schweiz und Deutschland. In der Schweiz sichern etwa 60 Prozent der befragten Unternehmen ihre Daten auf gemischten Umgebungen, etwa 30 Prozent benützen ausschliesslich Tape-Systeme (doppelt so viele wie im europäischen Durchschnitt) und nur etwa 10 Prozent setzen ganz auf Disk-Systeme.
Komplexität der Speicher-Infrastruktur macht "Bauchweh"
Interessant auch die Frage, welches die grösste Herausforderung für IT-Manager bezüglich der nötigen Skills für das Management der Speicherressourcen sei. Europaweit ist "Schritthalten mit der technologischen Entwicklung" das grösste (29 Prozent der Antworten) "Bauchweh-Thema". Ebenfalls herausfordernd findet der europäische Durchschnitt "die richtigen Leute zu finden" (20 %) und "eine einfach zu verwaltende Umgebung zu haben" (20 %). Die "guten Leute halten" scheint nicht so problematisch (15 %) zu sein, ebenfalls nicht die Vielfalt der im Haus vertretenen Anbieter (14 %).
Die Schweizer CIOs sehen das ein bisschen anders. "Eine einfach zu verwaltende Umgebung zu haben" wird in der Schweiz am häufigsten (37 %) genannt. Ebenfalls schwierig findet man hierzulande die Herausforderung "die guten Leute zu halten" (22 %) und "mit der Technologie Schritt zu halten" (22 %).
Auffallend: 10 Prozent der holländischen CIOs behaupten, überhaupt keine Herausforderungen zu haben... (Christoph Hugenschmidt)

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