Telco-Ausrüster in der Krise

17. Juli 2012, 07:40
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ZTE und Alcatel-Lucent korrigieren Jahresziele. Warten auf die Zahlen von Ericsson und Nokia Siemens.

ZTE und Alcatel-Lucent korrigieren Jahresziele. Warten auf die Zahlen von Ericsson und Nokia Siemens.
Alcatel-Lucent musste heute einmal mehr die Gewinnerwartungen für das laufende Jahr zurückschrauben. Die schlechte wirtschaftliche Lage in Europa sowie die Konkurrenz durch Huawei und ZTE haben den Telekomausrüster erneut aus der Bahn geworfen: Nach dem Verlust im ersten Quartal werden auch im zweiten Jahresviertel rote Zahlen erwartet. Der operative Verlust werde bei einem Umsatz von 3,5 Milliarden Euro 40 Millionen Euro betragen, so das Unternehmen in einer Mitteilung.
CEO Ben Verwaayen scheint demnach mit seinem Turnaround-Plan noch keinen Erfolg zu haben. Seit der Fusion von Alcatel und Lucent vor sechs Jahren hat das Unternehmen ein einziges Mal, nämlich im Vorjahr, Gewinn gemacht.
Auch ZTE und Huawei unter Druck
Den asiatischen Mitbewerbern von Alcatel-Lucent scheint es derweil auch nicht mehr besonders gut zu gehen, denn Chinas Wirtschaft ist ebenfalls ins Stocken geraten. ZTE hatte am Montag seine Jahresziele aufgehoben und einen Gewinneinbruch um 60 bis zu 80 Prozent für das erste Halbjahr in Aussicht gestellt. Der chinesische Anbieter leidet nach eigenen Angaben ebenfalls unter dem erheblichen Konkurrenzdruck sowie unter der Wirtschaftskrise in Europa. Gerüchten zufolge muss ZTE deshalb 12'000 Stellen streichen. Vor einigen Wochen waren ähnliche Gerüchte auch betreffend Huawei aufgetaucht. In beiden Fällen bleibt unklar, wie viel davon wahr ist.
Morgen Mittwoch wird Ericsson die Quartalszahlen veröffentlichen. Am Donnerstag folgt Nokia Siemens Networks. (mim)

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