Telcos ärgern sich über EWZ-Pläne

31. Mai 2006, 11:48
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Einige Telcos sind mit den Plänen des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (EWZ), für 200 Millionen Franken sein Breitbandnetz --http://www.

Einige Telcos sind mit den Plänen des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (EWZ), für 200 Millionen Franken sein Breitbandnetz ausbauen zu wollen, nicht einverstanden. Wie die 'Handelszeitung' heute berichtet, wird der "staatlich subventionierte Wettbewerb" scharf kritisiert. Cablecom etwa begrüsst zwar "jede Form von Wettbewerb", ist aber anderer Meinung, wenn dieser staatlich subventioniert ist.
Auch ein nicht namentlich zitierter Vertreter eines Schweizer Telcos sagt: "Der Aufbau eines Glasfasernetzes mit Steuergeldern verzerrt den Wettbewerb und ist schlicht inakzeptabel." Der Eingriff der öffentlichen Hand in die Telekom-Infrastruktur wirft laut Swisscom "ordnungspolitische Fragen" auf. Es sei fragwürdig, wenn der Bundesrat die Mehrheit an der Swisscom abgeben wolle mit dem Argument, die Risiken in der Telekombranche seien zu hoch, und gleichzeitig Städte wie Zürich ein eigenes Glasfasernetz realisierten.
Einzelne Unternehmen wollen nun ihre Position in den politischen Prozess einbringen und wenn möglich Einfluss auf den weiteren Verlauf nehmen: Die letzte Instanz vor der Volksabstimmung ist der Gemeinderat. (mim)

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