Telcos: EU fordert Trennung von Netz und Services

13. November 2007, 16:59
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Europäische Telekom-Unternehmen sollen in Zukunft dazu gezwungen werden, den Netzbetrieb organisatorisch von den damit angebotenen Diensten zu trennen.

Europäische Telekom-Unternehmen sollen in Zukunft dazu gezwungen werden, den Netzbetrieb organisatorisch von den damit angebotenen Diensten zu trennen. Dies fordert die EU-Kommissarin Viviane Reding in einem heute präsentierten Gesetzesentwurf. Die EU-Kommission erhofft sich davon einen leichteren Marktzugang für neue Anbieter und damit mehr Wettbewerb. Reding sprach von einer "funktionalen Trennung" von Netzverwaltung und sonstigen Geschäftsaktivitäten der ehemaligen Monopolisten.
Die grossen Telekom-Unternehmen sind von dieser Idee nicht begeistert, haben sie doch jahrelang in ihre Netze investiert. Sie glauben, dass eine Aufteilung von Netz und Services die Investitionen behindern würde.
Die EU will zudem eine europäische Telekom-Marktaufsichtsbehörde schaffen. In der neuen Aufsichtsbehörde der EU würden die 27 nationalen Regulatoren vertreten sein. Dagegen protestieren die 27 nationalen Aufseher, die eine solche Behörde für überflüssig halten. (mim)

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