Telcos: Wieder Milliardenausgaben für "4G"-Lizenzen?

26. Juni 2006, 14:23
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Briten wollen "4G"-Lizenzen schon 2007 versteigern. Wieviel zahlen Telcos für nächste Mobilfunk-Generation?

Briten wollen "4G"-Lizenzen schon 2007 versteigern. Wieviel zahlen Telcos für nächste Mobilfunk-Generation?
Die britische Regierung will mit der Versteigerung der Lizenzen für das Mobilfunk-Netz der nächsten Generation (4G) die Staatskassen füllen, das berichtet die britische Zeitung "The Business" in ihrer Sonntagsausgabe. Das 4G-Netz soll 60 Mal schneller sein als das gängige UMTS-Netz. Die britische Medienaufsichts- und Regulierungsbehörde Office of Communications (Ofcom) plant die Versteigerung laut dem Zeitungsbericht bereits für das kommende Jahr.
Die Mobilfunk-Industrie hatte gehofft, dass die 4G Lizenzen nicht versteigert, sondern anders zugeteilt werden. Die hohen Kosten für das Netz der dritten Generation (UMTS) haben die Mobilfunker schwer angeschlagen. Der britischen Regierung hatte die Versteigerung der UMTS-Lizenzen im Jahr 2000 33 Mrd. Dollar eingebracht.
Die Ofcom besteht trotz der Angst der Netzbetreiber vor zu hohen Kosten auf einer Versteigerung als Vergabemittel. So könne man am besten den wahren Marktwert einer Lizenz bestimmen, so die Telekom-Behörde. "Wir glauben, dass eine Auktion der beste Weg ist um eine Frequenz zu vergeben. Wer auch immer den Zuschlag erhält hat großes Interesse daran, den Profit durch die Lizenz zu steigern und wird die Frequenz mit Innovationen und neuen Services vermarkten", sagt eine Ofcom-Sprecherin gegenüber "The Business".
Vodafone, BT Cellnet (O2), Orange und Hutchinson, die vier größten Netzbetreiber Großbritanniens, hoffen, das 4G-Netz bis 2010 in Betrieb nehmen zu können.
(pte/hjm)

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