Telekom-Branche: Gewerkschaft will vollen Teuerungsausgleich

1. September 2008, 12:43
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Kein Wettbewerb "auf dem Buckel der Angestellten": Gewerkschaft Kommunikation verlangt Reallohnerhöhung von 2,5 Prozent.

Kein Wettbewerb "auf dem Buckel der Angestellten": Gewerkschaft Kommunikation verlangt Reallohnerhöhung von 2,5 Prozent.
Die Gewerkschaft Kommunikation (GeKo), die seit dem 1. Juli von Alain Carrupt präsidiert wird, fordert die Referenzunternehmen Swisscom, Sunrise, Orange, Cablecom und T-Systems auf, ihren Beschäftigten den vollen Teuerungsausgleich und eine Reallohnerhöhung von 2,5 Prozent generell zu gewähren. Wie Giorgio Pardini, Leiter Branche Telekom und IT bei der GeKo, gegenüber inside-it.ch sagt, werden die Unternehmen nun von der GeKo kontaktiert, damit die Verhandlungen geführt werden können.
Die von der GeKo verlangte Lohnerhöhung sei von den Unternehmen aufgrund der "deutlich gestiegenen Margen" nicht nur problemlos verkraftbar, sondern sie werde im kommenden Jahr eine wichtige konjunkturelle Stütze sein, heisst es in einer Mitteilung. Die Branchenkonferenz, die heute in Bern durchgeführt wurde, lege Wert darauf, dass die ganze Telekom-Branche identische Lohnvereinbarungen abschliesse, damit der Wettbewerb nicht allein auf den Lohnkosten und damit "auf dem Buckel der Angestellten" stattfinde.
Mit der technologischen Entwicklung und der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes habe auch der Druck auf die Lohnstückkosten weiter zugenommen, so die GeKo. Gleichzeitig sei die Arbeitsproduktivität gestiegen, ohne dass die Beschäftigten angemessen - in Form von soliden Lohnerhöhungen oder Arbeitszeitverkürzungen - am Produktivitätsfortschritt partizipieren konnten. Der Beweis dafür seien die stabilen Ausschüttungen an die Aktionäre in Milliardenhöhe; insbesondere beim grössten nationalen Anbieter Swisscom.
Laut Pardini stiegen die Löhne in der Telekom-Branche von 2007 auf 2008 im Durchschnitt um 2 Prozent. (Maurizio Minetti)

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