Telekom: Erfolge im Ausland, Serbeln in der Heimat

10. Mai 2007, 13:48
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Die Deutsche Telekom hat nicht nur mit einem bevorstehenden Streik zu kämpfen, sondern konnte auch mit der heute veröffentlichten Quartalsbilanz nicht glänzen.

Die Deutsche Telekom hat nicht nur mit einem bevorstehenden Streik zu kämpfen, sondern konnte auch mit der heute veröffentlichten Quartalsbilanz nicht glänzen. Das Unternehmen konnte im ersten Quartal dieses Jahres ihren Umsatz verglichen mit dem ersten Quartal 2006 um 4,1 Prozent auf 15,45 Milliarden Euro steigern, und übertraf damit die Erwartungen leicht. Mit dem Reingewinn allerdings, der von 1,09 Milliarden Euro auf 459 Millionen Euro fiel, lag der deutsche Telekommunikationskonzern deutlich unter den Prognosen der Analysten.
Als Erfolg konnte die Telekom ihr Auslandsgeschäft verbuchen: Im Ausland stieg der Umsatz des Telekommunikationskonzerns um 15 Prozent und liegt nun fast so hoch wie der Inlandsumsatz.
Schwierigkeiten hat die Deutsche Telekom aber vor allem im eigenen Land sowie im Geschäftskundenbereich (T-Systems, siehe dazu unseren gesonderten Artikel). Im Inland sank der Umsatz der Telekom um 5,1 Prozent auf 7,79 Milliarden Euro. Dafür dürfte vor allem der Strukturwandel im Festnetzgeschäft verantwortlich sein. Zwar konnte die Telekom allein in den ersten drei Monaten des Jahres 785'000 neue Breitbandanschlüsse verzeichnen. Gleichzeitig aber verlor man im Verlauf des Quartals 588'000 "Schmalband"-Kunden – Trotz des Namens waren viele dieser Schmalbandkunden, darunter reine Telefonbezüger und ISDN-Kunden, lukrativer als die neuen Breitbandkunden. (hjm)

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