Telekom-Monsterprozess: Urteil erst in fünfzehn Jahren?

13. Oktober 2005 um 15:19
  • international
  • deutsche telekom
image

Im letzten November begann in Frankfurt --http://www.

Im letzten November begann in Frankfurt ein Monsterprozess von 15'000 Aktionären gegen die deutsche Telekom. Nun versucht das Gericht, den Vorgang mit unorthodoxen Mitteln zu beschleunigen. Es hofft, ein kommendes neues deutsches Gesetz anwenden zu können, obwohl das Verfahren schon seit fast einem Jahr läuft. Das neue Gesetz über "Kapitalanleger-Musterverfahren", das am 1. November in Kraft treten soll, würde es erlauben, tausende von Klagen anhand einer Musterklage zu verhandeln.
Falls das Verfahren nicht beschleunigt werden kann und alle Klagen einzeln geprüft werden müssten, stände Klägern und der Deutschen Telekom ein Marathon-Prozess bevor. Rund 15 Jahre würde es dauern, bis die Verhandlungen abgeschlossen wären, so rechnete der Vorsitzende Richter Meinrad Wösthoff vor – und zwar nur in der ersten Instanz!.
Die 15'000 Kläger wollen von der Deutschen Telekom Schadensersatz für Verluste, die sie mit den Aktien erlitten haben. Sie argumentieren, dass sie durch den Prospekt, den die Telekom bei ihrem Börsengang herausgab, getäuscht worden seien. Insbesondere Immobilienbesitz der Telekom sei darin viel zu hoch bewertet worden. (hjm)

Loading

Mehr zum Thema

image

Fujitsu beendet sein Client-Geschäft

Der japanische IT-Konzern will den Fokus auf Datacenter-Technologien und sein Plattform-Angebot setzen.

publiziert am 3.8.2023
image

Ein Roboter schwitzt für die Wissenschaft

"Andi" soll Erkenntnisse liefern, um Menschen besser vor der Hitze zu schützen. Er spaziert dafür durch die US-Stadt Phoenix.

publiziert am 31.7.2023
image

IT-Panne: Keine Schweizer Visa-Termine in mehreren Ländern

Die Schweiz hat die Visumsbearbeitung an TLScontact ausgelagert. Die Firma konnte mehrere Tage keine Daten an Schweizer Server senden. Betroffen waren laut EDA Grossbritannien, Russland, Kosovo und die Türkei.

publiziert am 28.7.2023
image

Der Flächenbrand ungepatchte Schwachstellen

Ungepatchte Lücken sind eine riesiges Cyberrisiko. Führende Security- und Netzwerk-Unternehmen wollen dem mit einer Allianz entgegenwirken.

publiziert am 28.7.2023