Telekom-Streiks haben Folgen für Auftragsabwicklung

21. Februar 2011, 14:18
  • telco
  • telekom
  • lohn
  • deutschland
image

Die deutsche Gewerkschaft Ver.

Die deutsche Gewerkschaft Ver.di hat ihre Warnstreiks im Zusammenhang mit den Lohnverhandlungen bei der Deutschen Telekom ausgeweitet. Insgesamt werden im Verlauf des Tages gut 6000 Beschäftigte bundesweit die Arbeit niederlegen, heisst es in einer Mitteilung. Es handle sich um den ersten vollschichtigen Streiktag. "Für diese Eskalation ist allein das Management verantwortlich. Wer die Beschäftigten mit Arbeitszeitverlängerungen, Reallohneinbussen oder Nullrunden verhöhnt, erhält die passende Antwort", lässt sich Ver.di-Streikleiter Ado Wilhelm zitieren.
Da rund die Hälfte der Streikenden zur Servicesparte gehört, ist mit Folgen für die Auftragsabwicklung zu rechnen. Ver.di betont trotzdem, dass sich der Streik nicht gegen die Kunden richtet. "Wir haben allerdings die Sorge, dass die Telekom ihre ohnehin vorhandenen Probleme mit der Termintreue nun den Streikenden anlasten könnte", meint Wilhelm.
Morgen sollen die Arbeitsniederlegungen fortgeführt werden. Geplant seien Warnstreiks von 4500 Beschäftigten. Die Gewerkschaft fordert unter anderem 6,5 Prozent mehr Lohn und den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. Die Telekom hat Gehaltserhöhungen von 2,17 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten angeboten. (mim)

Loading

Mehr zum Thema

image

Telco-Branche gibt sich für die Replay-TV-Verrechnung mehr Zeit

In einer gemeinsamen Branchenvereinbarung geben sich die Telcos mehr Zeit, damit Replay-TV für die Provider nicht schon bald viel teurer wird. Doch die Umsetzung ist komplex.

publiziert am 20.5.2022
image

Podcast: Kostenpflichtiges Replay-TV ist wie lineares Fernsehen

In dieser Ausgabe von "Die IT-Woche" sagen wir, warum kostenpflichtiges Replay-TV falsch ist. Zudem erklären wir den gemeinsamen Tarif G12 und was dahintersteckt.

publiziert am 20.5.2022
image

"UPC" verschwindet, Telco heisst nur noch Sunrise

Das fusionierte Telekomunternehmen Sunrise UPC schreitet mit seiner Integration weiter voran. Ab kommender Woche wird Sunrise zur neuen Hauptmarke des Konzerns.

publiziert am 19.5.2022 1
image

Swisscom ist unverändert für Grundversorgung zuständig

Die Eidgenössische Kommunikations­kommission (Comcom) hat die bestehende Grund­versorgungs­konzession von Swisscom ohne Veränderungen um ein weiteres Jahr verlängert.

publiziert am 19.5.2022