Temenos kehrt zurück zum Wachstum

21. April 2021, 10:09
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Nach dem "Seuchenjahr" 2020 scheint es wieder aufwärts zu gehen. Vor allem ein Bereich ist dafür verantwortlich.

Jahrelang konnte der Genfer Bankensoftware-Hersteller Temenos Quartal für Quartal neues Umsatzwachstum verbuchen. Letztes Jahr änderte sich dies. Die Corona-Pandemie führte auch bei Banken weltweit zu Verunsicherung und insbesondere Grossprojekte, wie eben Einführungen von Kernbankensoftware, wurden zurückgestellt. Bei Temenos führte dies beginnend mit dem 1. Quartal das ganze Jahr hindurch zu Umsatzrückgängen
Nun dreht sich das Blatt anscheinend wieder. Temenos hat im 1. Quartal 2021 mehr Umsatz erwirtschaftet und deutlich mehr verdient als im 1. Quartal 2020. Besser lief vor allem das Geschäft mit der Vergabe von Softwarelizenzen.
Der von Temenos in den ersten 3 Monaten 2021 erzielte Umsatz (Non-IFRS) stieg um 8% auf 209,4 Millionen US-Dollar. Eine steigende Anzahl von Banken, kommentierte der Temenos-CEO Max Chuard, würden nun digitale Transformationsprojekte anpacken. Gründe dafür seien die digitale Disruption ihrer Märkte, neue Konkurrenz und der anhaltende Kostendruck.
Stark angezogen haben die Verkäufe von Softwarelizenzen, die gegenüber dem Vorjahr um 28% auf 71,8 Millionen Dollar angewachsen sind. Dieses Geschäft hatte im Vorjahr am stärksten unter den Folgen der Coronakrise gelitten.
Die höheren Umsätze machten sich auch im Ergebnis bemerkbar. Der Betriebsgewinn EBIT nahm um 28% auf 56,9 Millionen Dollar und die entsprechende Marge um 4 Prozentpunkte auf 27,3% zu.
Temenos sei gut ins neue Jahr gestartet, sowohl im Geschäft mit bestehenden als auch mit neuen Kunden, heisst es weiter. Insgesamt seien im Berichtsquartal 10 neue Kunden dazugekommen. Besonders gut habe sich die Auftragslage in den USA und in Europa entwickelt.
Auch für den weiteren Verlauf des Jahres sei die Auftragspipeline von Temenos gut gefüllt. Das Unternehmen rechnet 2021 mit einem Umsatzwachstum von 8 bis 10% und erwartet beim EBIT weiterhin ein Plus von 12 bis 14%. Damit soll das EBIT in einer Spanne von 362 bis 369 Millionen Dollar zu liegen kommen.

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