Temenos modularisiert sein Core-Banking weiter

16. Januar 2020, 15:58
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Statt einem monolithischen Core-Banking-System will Temenos immer mehr unabhängige Microservices anbieten.

Temenos bietet Bankenkunden eine Reihe von Core-Banking-Funktionen neu als voneinander unabhängig einsetzbare, über APIs kommunizierende Microservices an. Zu den neuen Modulen gehören Accounts and Deposits, Enterprise Product, Enterprise Pricing und Retail Lending.
Damit, so der Genfer Banken-Softwarehersteller, erreiche man einen Meilenstein dabei, Temenos Transact basierend auf einer Microservice-Architektur zu einem Cloud-nativen und Cloud-agnostischen Produkt zu machen. Die neuen Module ergänzen eine Reihe bereits bestehender Standalone-Services wie Payments, Enterprise Data Management oder Analytics.
Warum "zerstückelt" Temenos damit sozusagen seine Core-Banking-Software? Wie CEO Mac Chuard in der Temenos-Mitteilung erklärt, geht es darum, sehr grossen Banken sozusagen die "Angst vor der Digitalisierung" zu nehmen. Grosse Banken könnten durch den Einsatz der Microservices ihre Core-Banking-Systeme nun Komponente für Komponente statt auf einen Schlag renovieren und Legacy-Systeme dort wo es Sinn macht weiter betreiben. Dies sollte das Risiko von Modernisierungsprojekten verringern. Gleichzeitig müssten die Grossbanken nicht auf das Endziel verzichten, irgendwann eine komplette Transformation zu schaffen und ein durchgehend Cloud-natives System zu besitzen.
Für bereits existierende Kunden, so Temenos, biete die neue Architektur den Vorteil, dass sie nun Upgrades granular durchführen und gleichzeitig die Gesamtkosten ihres bestehenden Systems verringern könnten.

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