Temenos schreibt rote Zahlen

22. Februar 2012, 12:32
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Mehr Umsatz und ein Verlustjahr.

Mehr Umsatz und ein Verlustjahr.
Wie der Zürcher Konkurrent Avaloq, bekommt der Genfer Bankensoftware-Hersteller Temenos die Krise zu spüren. Im Geschäftsjahr 2011 verzeichnet das Unternehmen einen Verlust auf EBIT-Ebene von 2,01 Millionen Dollar – ein Jahr zuvor betrug der EBIT noch 73,7 Millionen Dollar. Unter dem Strich fuhr das Unternehmen einen Reinverlust von 28,3 Millionen Dollar ein. Die erfreulichere Neuigkeit ist der Umsatz. Im letzten Geschäftsjahr hat das Unternehmen um sechs Prozent zugelegt, das heisst 473,5 Millionen Dollar umgesetzt. Davon sind 146 Millionen Dollar Lizenzeinnahmen – was ein Minus von 8,8 Prozent bedeutet.
Die Genfer haben die Markterwartung jedoch verfehlt. Für 2012 will das Unternehmen keinen Ausblick mehr wagen, da der Markt zu unsicher ist. Temenos bestätigte aber laut 'AWP' die Finanzziele von der Investorenkonferenz im Dezember. Demnach soll der Umsatz des Bankensoftwareherstellers jährlich um 10 bis 15 Prozent wachsen.
Temenos klammert sich weiter an die angestrebte Fusion mit dem britischen Bankensoftware-Hersteller Misys. Da die Lizenzeinnahmen vom letzten Jahr eingebrochen sind, kann das Unternehmen mit dieser Fusion auf mehr Einnahmen hoffen. Gelingt der Deal, hätten die Genfer eine Konkurrenz weniger und wären weltweit der grösste Hersteller von Kernbanken-Software. Ob und wann diese Fusion von statten gehen wird, ist noch unklar – es wäre auf alle Fälle sehr wichtig für Temenos. Kürzlich erst hat sich aber eine Konkurrenz, die kalifornische Beteiligungsgesellschaft Vista Venures, eingeschaltet und hat ebenfalls Interesse an Misys bekundet. (lvb)

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