Temenos steigert Umsatz und Gewinn

18. Oktober 2021, 12:42
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Der Bankensoftwarehersteller spricht von einem "anhaltend starken Momentum". Das Wachstum reicht den Anlegern aber nicht, die Aktie gibt deutlich nach.

Der Bankensoftwarehersteller Temenos hat im dritten Quartal 2021 seinen Umsatz deutlich gesteigert und auch unter dem Strich mehr verdient. Die wichtigsten Ziele für das laufende Jahr wurden bestätigt.
In den drei Monaten bis September setzte Temenos 231,6 Millionen Dollar um (+8%). Dabei stiegen vor allem die As-a-Service-Verkäufe: Der SaaS-Umsatz legte um deutliche 30% zu. Das restliche Lizenzgeschäft zeigte mit einem Wachstum von 21% ebenfalls eine positive Entwicklung. Im Gegensatz dazu waren die Serviceleistungen rückläufig (-6%).
Die Profitabilität nahm zwar auch zu, aber etwas weniger. Der (adjustierte) EBIT kam bei 86,0 Millionen Dollar zu liegen, was einem Plus von 4% entspricht. Die entsprechende Marge sank entsprechend auf 37,2 von 38,9%. Unter dem Strich steht ein Gewinn pro Aktie von 0,92 Dollar. 
Mit den Zahlen hat die Gruppe die Konsens-Schätzungen in etwa getroffen – beim Umsatz und Gewinn liegt sie leicht darunter, beim EBIT leicht darüber.
In der Mitteilung des Genfer Unternehmens ist von einem "anhaltend starken Momentum" die Rede, wobei die USA auch in diesem Quartal den grössten Beitrag zum gesamten Softwarelizenzgeschäft geleistet hätten.
Für den weiteren Verlauf des Jahres gibt sich das Unternehmen entsprechend optimistisch und bestätigt den Ausblick. "Wir haben einen beträchtlichen Auftragsbestand aufgebaut, der uns eine gute Visibilität bis 2022 ermöglicht", sagte Finanzchef Takis Spiliopoulos in der Mitteilung.
Insgesamt rechnet Temenos für 2021 weiterhin mit einem Umsatzwachstum von 8 bis 10% und erwartet beim EBIT ein Plus von 12 bis 14%.
Trotz des deutlichen Wachstums im Jahresvergleich reagierten die Anleger enttäuscht. Die Aktien verloren am Freitag an der Schweizer Börse bis Handelsschluss 13,74% und kamen bei 115,20 zu liegen. Im Verlauf des heutigen Tages (Montag, 18.10) zeichnet sich zwar ein leichtes Plus ab, der Wert der Papiere bleibt aber deutlich unter dem Niveau der Vorwoche.
Umsatz und EBIT seien in Ordnung, allerdings liege das jährliche Vertragsvolumen für Lizenzen unter den Erwartungen. "Unserer Meinung nach ist das nicht genug, um die Aktie zu stützen", heisst es dazu laut 'AWP' in einem Kommentar von Morgan Stanley. Die Analysten von Barclays haben sich vor allem ein etwas stärkeres Wachstum bei den SaaS-Umsätzen gewünscht. Bemängelt wurde zudem das tiefe durchschnittliche Vertragsvolumen (ACV) im dritten Quartal. 

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