Temenos verbucht "ausgezeichneten Start" ins neue Jahr

19. April 2018, 09:51
  • fintech
  • temenos
  • geschäftszahlen
image

Es ist viel los in diesen Tagen beim Genfer Bankensoftware-Spezialisten.

Es ist viel los in diesen Tagen beim Genfer Bankensoftware-Spezialisten.
Der Bankensoftwarehersteller Temenos ist gut ins neue Geschäftsjahr gestartet. Im ersten Quartal 2018 steigerte das Westschweizer Unternehmen Umsatz und Betriebsgewinn deutlich. Die Genfer teilen ausserdem mit, dass die Digital-Tochter von Santander, Openbank, ein weiteres Modul von Temenos in Betrieb nimmt. Spätestens morgen müssen die beiden Rivalen bei der Fidessa-Übernahme, Ion Investment Group und SS&C, ihre Kaufabsicht klar deklarieren.
Temenos gewann im ersten Quartal 18 neue Kunden
Der Umsatz von Temenos erhöht sich im Jahresvergleich um ein Fünftel auf 171,9 Millionen Dollar. Die Einnahmen mit Softwarelizenzen kletterten kräftig um 40 Prozent auf 63,6 Millionen Dollar in die Höhe. Auch der Bereich Unterhalt legte um 14 Prozent zu auf einen Umsatz von 74,1 Millionen Dollar.
Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 33 Prozent auf 36,4 Millionen Dollar. Die Marge verbesserte sich um zwei Punkte auf 21,2 Prozent.
Entsprechend zufrieden zeigt sich Temenos-Chef David Arnott: "Es war in allen Geschäftsbereichen ein ausgezeichneter Start in das Geschäftsjahr 2018." Das Wachstum sei regional breit abgestützt und besonders erfreulich sei die Unterzeichnung des ersten strategisch wichtigen Deals in Australien. Gesamthaft gewann der Bankensoftwarespezialist im ersten Vierteljahr 18 neue Kunden.
Für das gesamte Jahr ist Temenos zuversichtlich. Der Softwarehersteller erwartet weiterhin ein Umsatzwachstum von zehn bis 13 Prozent in Lokalwährungen. Der Gewinn auf Stufe EBIT wird zwischen 255 bis 260 Millionen veranschlagt.
Santander Openbank entscheidet sich für Wealthsuite
Die Digital-Tochter der Spanischen Bank Santander hat sich vergangenen Herbst für das Core-Banking-System T24 von Temenos entschieden. Nun werde Openbank auch die Lösung Wealthsuite der Genfer einführen, die in die Kernbankenlösung integriert werde.
Die eigenen Angaben erste vollständig digitale Bank zähle heute über eine Million Kunden und wolle die Temenos-Technologie nutzen, um die nationale und internationale Expansion voranzutreiben, schreibt Temenos in einer Mitteilung.
Fidessa-Aktionäre stimmen bald ab
In der Medienmitteilung von Temenos zum Ergebnis des ersten Quartals geht das Unternehmen nicht auf die geplante Übernahme von Fidessa ein. Im Februar meldete Temenos, dass man sich mit dem Verwaltungsrat der britischen Fidessa-Gruppe auf ein Übernahmeangebot geeinigt hatte.
Später kamen allerdings mit Ion und SS&C zwei weitere Player ins Spiel. Das britische "Panel on Takeovers und Mergers" meldetet vergangene Woche, dass die beiden Firmen bis am Abend des 20. Aprils entweder "feste Absicht für ein Angebot" deklarieren müssen oder erklären sollen, dass sie keine Kaufabsichten hätten.
Die Fidessa-Aktionäre werden am 27. April über das Kaufangebot von Temenos entscheiden. (kjo/sda)

Loading

Mehr zum Thema

image

Also will für bis zu 100 Millionen Euro Aktien zurückkaufen

Der Distributor lanciert einen Aktienrückkauf. Also-Konzernchef Möller-Hergt hält die Papiere derzeit für unterbewertet.

publiziert am 9.8.2022
image

Techinvestor Softbank mit Riesenverlust durch Börsen-Talfahrt

Der japanische Konzern muss einen Quartalsverlust in zweistelliger Milliardenhöhe verbuchen. Viele Tech-Titel schlagen negativ zu Buche.

publiziert am 9.8.2022
image

Die Infrastruktur-Gigan­ten müssen sich transfor­mieren

DXC und Kyndryl melden 10% Umsatzrückgang, sehen sich aber auf gutem Weg.

publiziert am 5.8.2022
image

Weko-Busse drückt Gewinn von Swisscom

Wegen einer Busse und anderen Sondereffekten tauchte der Gewinn des Telcos im 1. Halbjahr um ein Viertel.

publiziert am 4.8.2022