Temenos wächst erneut deutlich und kauft im AI-Bereich zu

18. Juli 2019, 12:28
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Der Bankensoftwarehersteller Temenos hat im zweiten Quartal 2019 deutlich mehr umgesetzt und auch klar mehr verdient als im Vorjahreszeitraum.

Der Bankensoftwarehersteller Temenos hat im zweiten Quartal 2019 deutlich mehr umgesetzt und auch klar mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Das Geschäft habe von verschiedenen Wachstumstreibern profitiert, schreibt das Unternehmen.
So stieg der Umsatz um 15 Prozent auf 237,1 Millionen US-Dollar. Der Lizenzumsatz als wichtigster Einnahmeposten erhöhte sich dabei um 18 Prozent auf 107,2 Millionen. Auch die Bereiche Unterhalt und Service legten jeweils im zweistelligen Prozentbereich zu. Der operative Gewinn auf Stufe EBIT wuchs um 21 Prozent auf 73,1 Millionen Dollar, wobei sich die EBIT-Marge von 29,4 auf 30,9 Prozent verbesserte.
Er sei sehr zufrieden mit der Entwicklung im zweiten Quartal, sagt CEO Max Chuard in der Mitteilung. Das Wachstum sei nach wie vor breit abgestützt sowohl auf Regionen- als auch auf Kundenebene, wobei Asien und Amerika im zweiten Quartal besonders starke Umsätze erzielt hätten.
Übernahme in Grossbritannien
Schliesslich hat Temenos auch bekannt gegeben, Logical Glue für umgerechnet 14,8 Millionen Franken zu übernehmen. Das britische Unternehmen Logical Glue betreibt eine patentierte Plattform für künstliche Intelligenz für Finanzkunden in Grossbritannien und Europa. Damit werde die Kompetenz von Temenos im KI-Bereich gesteigert. Die Plattform von Logical Glue soll in die Cloud-basierte Banken-Plattform von Temenos integriert werden.
Konkret handelt es sich bei der Logical-Glue-Plattform um "Explainable AI" (XAI), die eindeutig nachvollziehbar machen soll, auf welche Weise ein Algorithmus zu einer Entscheidung gekommen ist.
Bei KI-Anwendungen handle es sich häufig um "Black Boxes", schreibt Temenos. Die DSGVO aber enthalte ein "Erklärungsrecht" für alle Entscheidungen, die von algorithmischen Systemen getroffen werden, während der Equal Credit Opportunity Act Gläubiger und Kreditgeber in den USA verpflichtet, den Kreditnehmern bestimmte Gründe mitzuteilen, wenn negative Entscheidungen getroffen wurden. Durch die Übernahme könne Temenos seine Banken-Kunden dabei unterstützen, den Kunden und Behörden zu erklären, wie eine KI-basierte Entscheidung getroffen worden ist. (kjo/Keystone-sda)

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