Tempo für die IoT-Datenauswertung

17. Mai 2016, 14:44
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Wenn es nach dem Softwarehersteller und Big-Data-Spezialisten SAS geht, werden die Daten aus IoT-Infrastrukturen (Internet of Things) künftig schon analysiert, während sie noch fliessen.

Wenn es nach dem Softwarehersteller und Big-Data-Spezialisten SAS geht, werden die Daten aus IoT-Infrastrukturen (Internet of Things) künftig schon analysiert, während sie noch fliessen. Statt die von den Sensoren gelieferten Informationen wie bisher üblich erst zu speichern und dann auszuwerten, soll das nun fast in Echtzeit möglich sein. Die Analyse geschehe "direkt im Daten-Stream", wie es bei SAS heisst. Dazu würden diverse Softwarekomponenten in eine Gesamtlösung integriert, was die Analyse "sich schnell bewegender und extrem grosser IoT-Datenmengen" erleichtere.
Die Folge sei, dass "dank extrem leistungsfähigem Event-Stream-Processing volatile Datenströme bereits direkt nach ihrer Entstehung interpretiert und als Basis für strategische Entscheidungen" genutzt werden können, verspricht SAS in einer Mitteilung. Zum Einsatz kommt High-Performance-Technologien beispielsweise zur Mustererkennung, die ermögliche, aus einer IoT-Infrastruktur und den damit verbundenen Umsystemen Kontextinformationen herauszufiltern. Würden so beispielsweise zuvor definierte Probleme erkannt, sei es neu möglich, über integrierte Tools automatisch die nötigen Anpassungen auszulösen. Zumindest aber käme es bei einem erkannten Fehler zu einem Alarm, der zum manuellen Engreifen auffordere, heisst es weiter.
SAS spricht allgemein von einem "Lösungspaket", dass ihrer Analytics-Technologie erlaube, auch "flüchtige Sensor- und Maschinendaten" auszuwerten. Dazu arbeiteten Streaming- und Analyse-Technik zusammen. In beide seien Erfahrungen von SAS eingeflossen, die man in unterschiedlichen Industriezweigen gesammelt habe. Konkret verweisen die Software-Spezialisten auf die Überwachung von Stromnetzen in der Energiebranche, die Analyse biometrischer Daten für den Healthcare-Sektor, das Instandhalten von Nutzfahrzeugen im Fahrzeugbau, die Überwachung in der Wasserversorgung und schliesslich die permanente Kontrolle in der Fertigung von Datenspeichern. (vri)

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