Tesla: Autopilot "nicht unfertig", wenn auch nicht perfekt

11. Juli 2016, 09:04
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Seitdem vor rund zehn Tagen bekannt wurde, dass Teslas Fahrassistenzsoftware "Autopilot" einen tödlichen Unfall verursachte, steht das System in der Kritik. Die Zweifel an Autopilot drohen nun auch die Anstrengungen anderer Unternehmen, Genehmigungen für Tests mit selbstfahrenden Autos auf öffentlichen Strassen zu erhalten, zurückzuwerfen. Der Tesla-Chef Elon Musk hat das Fahrassistenzsystem Autopilot seiner Elektroautos jedoch verteidigt. Es sei keine unfertige Technik, obwohl sie mit der Bezeichnung "Beta" eingeführt worden sei.
Musk meint vielmehr, dass damit noch nicht eine Milliarde Meilen (1,6 Milliarden Kilometer) unter echten Strassenbedingungen gefahren worden seien, erklärte er auf Twitter in der Nacht zum Montag.
Man habe auch zu dem Wort gegriffen, damit Fahrer es sich nicht zu bequem am Steuer machten, sagte der Chef des kalifornischen Elektroautoherstellers weiter. "Es ist nicht Beta-Software im üblichen Sinn."
Musk reagierte damit auf die Zweifel des deutschen Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) an der Technologie, dass auf die "Beta"-Markierung hingewiesen hatte. So wird in der Tech-Branche meist noch nicht endgültig fertige Software genannt, die durch Tests besser werden soll.
"Wenn mit der Bezeichnung "Beta-Version" ein "unfertiger" Stand der Software gemeint ist, würde das KBA eine Funktionalität mit einer derartigen Software nicht genehmigen", hatte ein KBA-Sprecher der 'Welt am Sonntag' gesagt. Die Teslas wurden für Europa in den Niederlanden zugelassen, wo Tesla ein Montagewerk hat.
Das Autopilot-System sei mit der Bezeichnung "Beta" versehen worden, "um für die, die sich entscheiden, es zu nutzen, zu betonen, dass es nicht perfekt ist", schrieb allerdings Musk. Bevor eine Milliarde Meilen gefahren sind, seien einfach nicht genug Daten da. Nach Angaben von Tesla sind bis Anfang Mai rund 130 Millionen Meilen (rund 200 Millionen Kilometer) mit dem System gefahren worden. (sda/hjm)

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