Teslas Autopilot knallt auf A1 in stillstehendes Fahrzeug

31. Mai 2016, 14:41
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Ein letzte Woche auf Youtube gestelltes Video aus der Schweiz macht derzeit die Runde im Kreis Tesla-Interessierter. Darauf zu sehen sind die Dashcam-Aufnahmen eines Tesla S, der kurz vor Winterthur auf der A1 in einen stillstehenden Lieferwagen knallt. In der Video-Beschreibung macht der Fahrer die elektronische Fahrunterstützung verantwortlich. Er habe zu spät die Kontrolle über den Lenker übernommen, weil er davon ausging, dass der Autopilot anhalten werde. Doch auf die Kollisionsgefahr aufmerksam wurde das Auto erst, als es schon zu spät war: Mit einem Rumms kracht der Tesla in den stillstehenden Lieferwagen und schickt diesen ein paar Meter weit über die Fahrbahn. Weiter ist offenbar nichts passiert.
Zumindest ist der Unfall bei der Kantonspolizei Zürich nicht bekannt, sagt eine Sprecherin der Kapo Zürich gegenüber inside-it.ch. Zu dem Unfall gekommen sein könnte es, weil Teslas sich jeweils an dem vor ihnen fahrenden Fahrzeug orientieren. In dem Video wechselt ein vor dem Tesla fahrendes Auto kurz vor dem stillstehenden Lieferwagen die Spur. Wahrscheinlich folgten die Systeme des Teslas weiter dem Wagen und bemerkten das Hindernis erst, als es zu spät war.
Genau diese Situation wird auch in der Betriebsanleitung von Tesla erwähnt. Dort steht, dass die Traffic-aware Cruise Control genannte Technologie nicht alle Objekte erkennen kann. Insbesondere stationäre Objekte seien ein Problem, wenn der Wagen schneller als 80 km/h fährt, ein vorausfahrendes Fahrzeug die Spur wechselt und darauf ein stationäres Objekt vor dem Tesla auftaucht.
"Elektronische Fahrassistenten sind in der Schweiz nicht zugelassen. Fahrer haben sich grundsätzlich so zu verhalten, dass sie jederzeit die volle Kontrolle über das Fahrzeug haben", erinnert die Sprecherin der Kantonspolizei Zürich. Baut eine elektronische Unterstützungshilfe einen Unfall, sei in jedem Fall die Person hinter dem Steuer verantwortlich.
Tesla selbst erinnert daran, dass sich die Fahrunterstützungsfunktionen in der Beta befinden und die Hände nicht vom Lenkrad genommen werden sollten.
Ein noch erschreckenderes Beispiel hat die britische 'Daily Mail' gefunden: In einem weiteren Video will ein Tesla plötzlich auf die Gegenfahrbahn lenken, direkt in ein entgegenkommendes Auto. Eine Streifkollision oder schlimmeres kann der Fahrer gerade noch verhindern. (mik)

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